Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Konzept für Weiterfahrt Tunnelvortriebsmaschine steht - Ausführungsplanung läuft

Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel entwickelt zusammen mit der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) sowie externen Experten ein Konzept für die Weiterfahrt der seit knapp zwei Wochen gestoppten Tunnelvortriebsmaschine. Das Konzept wird jetzt in eine konkrete Planung überführt. "Giulia" wird den Vortrieb dann fortsetzen können, wenn die aus der Planung resultierenden Maßnahmen erfolgreich umgesetzt worden sind.

Oberirdisch geht die Verschwenkung der Fahrbahnen für Autos am Mühlburger Tor jetzt in die letzte Runde. Die Arbeiten für den Straßenbau sind im Terminplan: Ende März stehen an dieser Stelle dem Nord-Süd- und Süd-Nord-Verkehr wieder dauerhaft jeweils zwei Fahrbahnen zur Verfügung.

Der Eingang von der Kaiserstraße in die südliche Ritterstraße ist nach Abschluss der Leitungsarbeiten nun wieder in ganzer Breite offen. Zwischen Ritter- und Lammstraße wird von den Stadtwerken Karlsruhe noch an den Hausanschlüssen auf der Nordseite der Kaiserstraße gearbeitet. Die Pause der Tunnelvortriebsmaschine wird an der Nordwestecke der Kreuzung Kaiserstraße/Lammstraße dazu genutzt, den dort noch fehlenden Teildeckel für die künftige unterirdische Haltestelle Lammstraße herzustellen: In den nächsten Tagen beginnt hier zunächst der Aushub, danach folgen Schalung, Bewehrung und die Betonage. Die Oberfläche auf der Nordseite der Kaiserstraße zwischen Lammstraße und Karl-Friedrich-Straße wurde geschlossen, so dass auch hier ein weiteres Teil-Baufeld verschwunden ist.

Östlich der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor geht der Aushub für die Herstellung der zweiten Ankerlage in dem Tunnelabschnitt zwischen Haltestelle und Rampe weiter. Im Baufeld für die Rampe werden nach wie vor die Sohlenabschnitte betoniert. Am südlichen Ende des Marktplatzes hat die Bewehrung des vierten Teildeckels begonnen. Die Betonage erfolgt in etwa drei Wochen.

Die Bohrungen in der Karl-Friedrich-Straße sind zur Hälfte geschafft - etwa 1.200 Löcher reichen schon ins Erdreich. In die Bohrlöcher wird Feststoff und Weichgel zur Vorbereitung auf den bergmännischen Bau dieses Tunnelstücks zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor eingepresst.

Am Ettlinger Tor nördlich und südlich der Kriegsstraße sind die Arbeiter noch mit dem Herstellen der zweiten Ankerlage in der künftigen unterirdischen Haltestelle beschäftigt sowie mit dem Bau des Zugangs Nordwest und des Zugangs Südost. In der Mitte der früheren Kreuzung, in der das Kombi-Bauwerk entstehen wird, dauert der Abbruch der Sohle der Unterführung bis Ostern.

In der Ettlinger Straße gehen die Schlitzwandarbeiten zwischen Ettlinger Tor und der künftigen Haltestelle Kongresszentrum weiter. Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum ist etwa ein Viertel der Bohrungen für die Herstellung der Sohle durch Weichgelinjektionen erledigt.

In dem sich südlich an die Haltestelle anschließenden Baufeld für den Tunnelabschnitt läuft das "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle). Auch diese Arbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Die HDI-Arbeiten am südlichen Rampenteil werden bis Mitte April andauern.

Unten gut voran.