Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Letzte Chance für Blick auf die Tunnelvortriebsmaschine - Neue Haltestelle Europaplatz geht am 11. November in Betrieb

Die Vorbereitungen für den Tunnelbau laufen bei der Kombilösung auf Hochtouren: Rechtzeitig vor dem "Tag der offenen Baustelle" an diesem Sonntag (26. Oktober) und dem bereits einen Tag zuvor stattfindenden "Anschlagfest" ist die Tunnelvortriebsmaschine technisch abgenommen worden und damit startklar. Besucher, die am "Tag der offenen Baustelle" auch ohne die zu Beginn der zurückliegenden Woche in Rekordzeit vergebenen Zugangstickets für die unter Tage angebotenen Führungen die Baustelle und ihre beeindruckenden Großgeräte und -anlagen besichtigen wollen, haben zum oberirdischen Teil der Baustelle natürlich dennoch Zutritt. Und von "oben" ist auch ein Blick nach "unten" auf die dort montierte Tunnelvortriebsmaschine möglich. Vor dem Start der Tunnelvortriebsmaschine muss allerdings noch eine Einhausung der Separier-Anlage erfolgen. Erst wenn dieser Schallschutz für die Anlieger montiert ist, wird die Tunnelvortriebsmaschine - voraussichtlich Ende Oktober oder in den ersten November-Tagen - auf ihre zwei Kilometer lange Reise unter die Kaiserstraße gehen.

Westlich des Durlacher Tors im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz werden die Arbeiten an den Hausanschlüssen und die Pflasterarbeiten in der Kaiserstraße, die auf Wunsch der Anlieger erst seit Sommer vorgenommen wurden, noch in dieser Woche beendet. Damit ist die Oberfläche des Berliner Platzes zunächst wieder weitestgehend geschlossen.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße und des westlichen Teils des Gleisdreiecks Marktplatz schließt sich allmählich die Baugrube zwischen Lammstraße und Ritterstraße. Ein Modekaufhaus ist bereits direkt von der Kaiserstraße her statt über den provisorischen Steg zugänglich; vor den übrigen Geschäften wird der Steg jetzt Zug um Zug abgebaut, um die Baugrube über dem nördlichen Teildeckel zu schließen. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite werden Schlitzwände unmittelbar vor der Gebäudefront mit dem dortigen Café auf der Ecke zum Marktplatz hergestellt. An der nordwestlichen Straßenecke Lammstraße/Kaiserstraße beginnen Mitte nächster Woche die Arbeiten zum Herstellen noch einiger weniger Bohrpfähle.

Auf dem Europaplatz gehen die Arbeiten an den Bahnsteigen und der dahinter liegenden Pflasterung in die Endrunde: Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe werden die neue oberirdische und vor allem: barrierefreie Haltestelle in den frühen Morgenstunden des 11. November in Betrieb nehmen.

Der Marktplatz wandelt sich derzeit zu einer großen, vier Meter tiefen Baugrube. Bereits in der nächsten und übernächsten Woche ist für den nördlichen Teil der Einbau der "Sauberkeitsschicht" vorgesehen, auf der dann Schalung und Bewehrung im Vorfeld der Betonage des Teildeckels der Haltestelle erfolgen. Im südlichen Marktplatz-Teil werden noch in dieser Woche die Verankerungen der Sohle nach unten gegen den Auftrieb durch Grundwasser abgeschlossen, so dass daraufhin die Qualitätssicherung erfolgen kann. Wegen des Erdreich-Aushubs sowie der Abstemmarbeiten an den Schlitzwänden ist der Zugang zum Rathaus noch bis Ende November nur von Süden - von der Hebelstraße aus - möglich.

Während im nördlichen Bereich der Karl-Friedrich-Straße die Bohrungen zum Einpressen von Feststoff und Weichgel als Vorbereitung für den unterirdischen Tunnelausbruch fortgeführt werden, verwandelt sich ab Mitte November auch der südlich des Rondellplatzes gelegene Teil der Straße zum Baufeld: Die Betonage des letzten Teildeckels des Nordkopfs der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor erfolgt Anfang November. Danach ist der Weg frei, um in diesem Bereich die Druckschleuse für den bergmännischen Tunnelvortrieb in der Karl-Friedrich-Straße herzustellen.

Südlich des Ettlinger Tors beginnt eine weitere Phase des Straßenbaus, um die Kreuzung für die Umfahrung während des Baus des Kombi-Bauwerks "fit" zu machen. Deshalb ist ab Ende nächster Woche das Rechtsabbiegen von der Ettlinger Straße nach Osten in die Kriegsstraße wieder möglich. Ab 6. November ist das Umfahrungs-"U" oben dann für Autos befahrbar, ab 10. November wird dann endgültig die alte Unterführung gesperrt. Der Abbau der Beleuchtung in der Unterführung läutet dann den Abbruch des Bauwerks ein, um danach an gleicher Stelle das Kombi-Bauwerk errichten zu können.

Südlich des Ettlinger Tors wird die Verankerung der Hochdruck-Injektionssohle (HDI-Sohle) in dem Tunnelabschnitt bis zur Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und der Hermann-Billing-Straße fortgesetzt. Das Einheben der Behelfsbrücke für Autos an dieser Stelle ist erfolgt, so dass die Brücke ab 5. November genutzt werden kann.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum sind die Baufelder jetzt auf die Westseite der Ettlinger Straße verlegt. Beim kurzen Tunnelabschnitt südlich davon und im Bereich der Rampe bis zur Augartenstraße laufen die Arbeiten an der HDI-Sohle.

Unten gut voran.