Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Metrostav-Vorstandsvorsitzender besucht die Kombilösung

Der tschechische Baukonzern Metrostav a.s. hat zugesichert, die Arbeiten an der Kombilösung in Karlsruhe mit allen Kräften zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Arbeiten wie geplant abgeschlossen werden. "Die BeMo und die Metrostav freuen sich auf die Herausforderungen eines so anspruchsvollen Projektes - und die Bürgerinnen und Bürger von Karlsruhe können sich schon jetzt auf ihren Stadtbahntunnel freuen", sagte heute (Mittwoch, 2. Oktober) Jiri Belohlav, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, in Karlsruhe. Die Metrostav hat Ende Juli die BeMo Tunnelling GmbH - eines der in der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel Karlsruhe vertretenen Unternehmen - erworben, die zuvor zur in Insolvenz gegangenen österreichischen Alpine gehörte. Dadurch konnten die Arbeiten an der Kombilösung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Behlolav war zusammen mit dem Geschäftsführer der deutschen Metrostav GmbH, Robert Dostál , und BeMo-Geschäftsführer Josef Arnold nach Karlsruhe gekommen, um mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der Ersten Bürgermeisterin Margret Mergen sowie den KASIG-Geschäftsführern Dr. Walter Casazza und Uwe Konrath Informationen zur Kombilösung auszutauschen und sich auch vor Ort ein Bild von den Baustellen zu machen. OB Mentrup zeigte sich nach dem Gespräch überzeugt davon, dass der über die BeMo erfolgte Einstieg der Metrostav dem Karlsruher Projekt einen positiven Schub gegeben hat: "Die BeMo und die Metrostav verfügen auf dem Gebiet des U-Bahn-Baus über eine jahrzehntelange Erfahrung, von der Karlsruhe mit Sicherheit profitieren wird."

Die Metrostav wurde 1971 zunächst als staatliches Unternehmen gegründet, um die Prager U-Bahn zu bauen. Seit 1990 ist die Metrostav eine Aktiengesellschaft, die inzwischen europaweit nicht nur im Spezialtiefbau - wie etwa dem Tunnelbau - tätig ist, sondern auch im Straßen-, Eisenbahn- und Hochbau.. Die Metrostav hat 4.400 Mitarbeiter und zuletzt einen Jahresumsatz von 1,145 Milliarden Euro.

Zu den von der Arge Stadtbahntunnel übernommenen Aufgaben gehört auch der Einsatz der Tunnelbohrmaschine: Bei einem Startgespräch beim badischen Hersteller Herrenknecht AG in Schwanau wurden die ersten Festlegungen für den Bau der Tunnelbohrmaschine getroffen, die beim Vortrieb des etwa zwei Kilometer langen Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße eingesetzt wird. Nach dem jetzt vereinbarten Zeitplan wird die Tunnelvortriebsmaschine im August nächsten Jahres geliefert; ab Oktober kann, nachdem das Bohrgerät im Startschacht am Durlacher Tor zusammengesetzt wurde, mit dem Vortrieb begonnen werden.

Unterdessen stehen die Arbeiten insbesondere am Gleisdreieck Marktplatz sowie an der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz vor dem Abschluss: Am Kronenplatz wird voraussichtlich an diesem Freitag der letzte Teildeckel betoniert, am Gleisdreieck erfolgt die Betonage der bereits eingebauten Verbundträgerdecke ab Montag. Damit ist dann der Weg frei für die am 18. November erfolgende Aufhebung der Sperrung der östlichen Kaiserstraße für die Stadt- und Straßenbahnen und der gleichzeitigen Sperrung der Stadt- und Straßenbahngleise vom Marktplatz bis zur Einmündung der Rüppurrer Straße in die Ettlinger Straße für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Unmittelbar im Anschluss an die Sperrung dieses "Südabzweigs" beginnen die Arbeiten an der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz.

Die übrigen Baustellen der Kombilösung machen ebenfalls Fortschritte: Am Europaplatz ist nahezu die Hälfte der Hochdruckinjektions-Sohle eingebracht; die Arbeiten werden noch etwa vier Wochen dauern. Ende nächster Woche fertig ist das Herstellen der Bohrpfähle im nördlichen Teil der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße. In diesem Baufeld folgen dann noch Leitungsverlegungen, das Einbringen der Düsenstrahlsohle und zuletzt die Betonage des Teildeckels. Der Pumpversuch am Durlacher Tor im Westteil der dortigen künftigen unterirdischen Haltestelle unmittelbar vor dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) war erfolgreich, so dass auch hier mit den Arbeiten am Teildeckel begonnen werden kann.

Unten gut voran.