Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Nur der Ausstieg aus der Kombilösung bringt den Handel in Not

OB will Fehlinformationen mit Fakten begegnen

Informationsveranstaltungen laufen am Montag an

Ohne Straßenbahntunnel kein Kriegsstraßen-Boulevard


"Wer den Ausstieg aus der Kombilösung fordert, bringt den Handel in Not. Nur eine attraktive Innenstadt verspricht Kunden das moderne Einkaufserlebnis, nach dem sie mehr und mehr suchen. Wer die Kaiserstraße so lassen will, wie sie sich heute präsentiert, der zieht eine unsichere Option auf die Zukunft der gesamten Einkaufsstadt Karlsruhe." Oberbürgermeister Heinz Fenrich erinnert als Reaktion auf den neuerlichen Vorstoß von Einzelhändlern und Gewerbebetrieben in der Innenstadt an die zentrale Bedeutung der Kombilösung für die Zukunftssicherung der Karlsruher City. Nur die Kombilösung mit der reinen Fußgängerzone in der Kaiserstraße als ein Teil der Gesamtmaßnahme könne die Innenstadt als Einkaufs- und Flaniermeile aufwerten und damit die Wettbewerbsfähigkeit gerade der Ladengeschäfte dort erhöhen.

Die Kombilösung bestehe aber aus zwei untrennbar miteinander verbundenen Projekten, stellt das Stadtoberhaupt erneut klar: Aus dem Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße mit Südabzweig am Marktplatz und der Umgestaltung der Kriegsstraße in einen innerstädtischen Boulevard mit oberirdischer Straßenbahntrasse und unterirdischem Autotunnel. "Wer den Anschein erweckt, man könne Beides unabhängig voneinander realisieren, der handelt wider besseres Wissen", wird OB Fenrich deutlich. "Stadt und Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (KASIG) als verantwortliche Bauherrin werden den Fehlinformationen aus interessierten Kreisen mit objektiven Fakten begegnen", sagt Fenrich und verweist auf den bereits terminierten Informationsabend für die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Bürgervereine am kommenden Montag und die groß angelegte Informationsveranstaltung für alle Einzelhändler und Gewerbetreibenden im Januar im Rathaus, an der auch ein Projektverantwortlicher aus Köln teilnehmen werde. "Ich bin sicher, in Kenntnis der wahren Zusammenhänge werden viele die Kombilösung unterstützen, die sich heute noch – verunsichert durch einige Wenige – dagegen wenden". Im übrigen verweist Fenrich auf die vergleichbaren Proteste seitens des Einzelhandels vor der Eröffnung des Einkaufszentrums Ettlinger Tor wegen zu erwartender Umsatzeinbußen, die nicht eingetreten sind. Vielmehr sei zu beobachten, dass die Zahl der Kunden in der Kaiserstraße in nicht unerheblichem Maße zugenommen habe.

Stadt und Projektverantwortliche stünden dazu, die Planungen auch in Zukunft in unmittelbarem Kontakt mit dem Handel voranzubringen, um die Auswirkungen während der Bauphase so gering wie möglich zu halten und ein abgestimmtes Vorgehen zu erreichen. "Existenzängste mögen aus Sicht verantwortungsvoller Kaufleute verständlich sein, sind aber unbegründet", ist das Stadtoberhaupt überzeugt. "Die Stadt Karlsruhe wird es nicht zulassen, dass wirtschaftlich gesunde Existenzen durch den Bau der Kombilösung in der Innenstadt vernichtet werden", sagt Fenrich erneut unmissverständlich zu. Sollte es tatsächlich zu existenzgefährdenden Umsatzeinbußen für einzelne Geschäfte durch den Bau der Kombilösung kommen, habe die Stadt von Anfang an ihre Bereitschaft zur Entschädigung erklärt. Diese Fragen seien aber immer im konkreten Einzelfall zu beantworten und könnten deshalb kein Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens sein, wie von den Einzelhändlern und ihren Rechtsanwälten gefordert.

Im übrigen lege die zumindest für weite Teile der Einzelhändler neue Forderung nach Verzicht auf den U-Strab-Teil und Durchführung eines neuen - dritten – Bürgerentscheids die Deutung nahe, dass es jetzt nicht mehr um berechtigte Einzelinteressen gehe, sondern darum, diese Maßnahme politisch zu Fall zu bringen.

Um zu verhindern, dass es zu Existenzgefährdungen komme, seien in vielen allgemeinen Erörterungsterminen und Einzelgesprächen mit Geschäftsleuten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Überlegungen für ein effektives Unterstützungsmanagement während der Bauphase vorgestellt worden. So sollen Auswirkungen bereits im Vorfeld eingeschätzt, bewertet und während der Bauzeit kontinuierlich überprüft werden. Wesentliches Element wird zudem die umfassende Kommunikation mit der Öffentlichkeit sein, um über die bevorstehenden Maßnahmen rechtzeitig zu informieren. "Wir spielen mit offenen Karten, denn es geht um nichts Geringeres als um die Zukunft unserer Stadt", so OB Fenrich.

Unten gut voran.