Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Oben: Gleisbau – unten: Haltestellenbau

Da geht was: Am Durlacher Tor ist der Gleisbogen vor der Bernhardus-Kirche schon erneuert. (1)
Abgeschnitten: Um die neuen Umfahrungsgleise für die Tunnelrampe am Gottesauer Platz anzuschließen, wurden die alten Gleisbögen gekappt. (2)
Röhrenaushub: Im Gleisdreieck Marktplatz (rechts auf dem Bild ist der Abzweig zum Marktplatz zu erkennen) und in der unterirdischen Haltestelle Lammstraße läuft der Erdaushub – entfernt werden auch die Tübbinge der Tunnelröhre (links). (3)
Glatte Sache: In der Haltestelle Europaplatz werden die Bohrpfahlwände mit einer Spritzbetonschicht geglättet. (4)

Sowohl oberirdisch wie auch unterirdisch wird derzeit fleißig am Teilprojekt Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße mit Südabzweig in die Ettlinger Straße gearbeitet: "Oben" beherrscht vor allem der Gleisbau in der Durlacher Allee und der Straßenbau auf der Nordseite von Mühlburger Tor und Kaiserplatz das Bild, unten wird konsequent die Fertigstellung der endgültigen Sohlen und der Wände der Haltestellen vorangetrieben.

Auf beiden Seiten der Rampe in der Durlacher Allee entstehen die neuen Gleise. Diese werden im Bereich des Gottesauer Platzes und vor der Westseite der Bernhardus-Kirche ans Schienennetz angeschlossenen. Auf der Nordseite der Durlacher Allee verlegen die Stadtwerke zusätzlich eine neue Wasserleitung. Am Mühlburger Tor spielt sich das oberirdische Geschehen auf der Nordseite ab: Die Straßenoberfläche und die Rad- und Gehwege zwischen der Leopoldstraße und der Helmholtzstraße werden neu gebaut.

Unterirdisch gibt es noch Erdaushub an den Haltestellen Lammstraße und dem Gleisdreieck Marktplatz sowie am Kronenplatz. Am Europaplatz werden, bevor der Aushub für die noch anstehenden fünf Meter Erdreich fortgesetzt wird, die Wände mit Spritzbeton geglättet. Zudem werden die "Düskerzen" aus Beton, die bei der Herstellung der Sohle und bei den Injektionen zwischen den Bohrpfahlwänden entstanden sind, vom Erdreich getrennt und über die Andienöffnungen ausgehoben. Ein zusätzliches Sicherungskonzept für die Wände wird geplant: Es wird die Südwand gesichert, so dass die ab 2010 dort hergestellte, aber mit Mängeln behaftete Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) für den restlichen Erdaushub entlastet wird.

In den Haltestellen Durlacher Tor, im Südkopf Ettlinger Tor und im Marktplatz sowie in den offen gebauten Tunnelabschnitten auf dem Südabzweig werden die endgültigen Wände hergestellt: Im Tunnelabschnitt unter dem Kaiserplatz läuft der Bau der Stirnwand am Übergang von der Tunnelröhre zum Zielschacht. In der Haltestelle Kongresszentrum ist die erste Sohle betoniert.

Der Vortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße liegt jetzt bei 155 Metern und ist mit seiner "Ortsbrust" damit zwischen Regierungspräsidium und der gegenüberliegenden Bäckerei angekommen.

Im Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor sind die Arbeiter mit den Schal- und Bewehrungsarbeiten für die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel beschäftigt.

Unten gut voran.