Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Oberflächenherstellung am Karlsruher Marktplatz kommt voran

Am Südausgang Lammstraße der Haltestelle Lammstraße kontrolliert ein Taucher die eingebaute Sohle aus Unterwasserbeton

Der Karlsruher Marktplatz hat noch vor dem Jahresende ein weiteres Stück Oberfläche zurückgewonnen: Auf der Nordseite wurden weitere Teile mit einer Asphaltschicht versehen, so dass nun auch rund um die Pyramide keine Baugrube mehr zu sehen ist. Ununterbrochen voran geht es dagegen unter der Oberfläche: Während tagsüber das Erdreich aus der größten der sieben unterirdischen Haltestellen ausgehoben wird - ein Drittel des Aushubs ist bereits ausgebaggert -, werden nachts die bisher bis auf eine Tiefe von vier Metern unter dem Deckel freigelegten Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht versehen.

In der Karl-Friedrich-Straße laufen die Vorbereitungen für den bergmännischen Bau des 250 Meter langen Tunnelabschnitts zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor auf Hochtouren. Im Bereich der Trompete - jenem Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert - werden die Bohrungen für die Injektion von Feststoff und Weichgel vorgenommen. Diese Stoffe ermöglichen erst, dass sich ab Jahresanfang ein Bagger durch das Erdreich vorarbeiten kann, ohne dass an der jetzt schon weitestgehend geschlossenen Oberfläche der Karl-Friedrich-Straße von den zum Jahresbeginn 2016 startenden Arbeiten etwas zu bemerken ist. Die Injektion von Weichgel in die bereits vorhandenen Bohrlöcher dauert südlich der Verfassungssäule auf dem Rondellplatz noch an. Zwischen Rondellplatz und der Kriegsstraße ist die Oberfläche der Karl-Friedrich-Straße für die Baustellenandienung inzwischen hergestellt.

Rund um die Uhr werden im Nordkopf des Ettlinger Tors, von dem aus der bergmännische Bau des Tunnels nach Norden in Richtung Marktplatz beginnt, die technischen Anlagen für den druckluftunterstützten Vortrieb installiert. Im Kombibauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird die Hochdruckinjektions-Sohle verankert. Im Südkopf Ettlinger Tor werden noch Spritzbetonschichten auf die Schlitzwände aufgebracht.

Im südlich anschließenden Tunnelabschnitt bis zur Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße werden demnächst Aussteifungen eingebaut, nachdem der Erdaushub bis auf die Endtiefe erfolgt ist. Im Tunnelabschnitt südlich der Kreuzung werden nach Abschluss des Aushubs die Schlitzwände verankert.

Am Kongresszentrum wird der östliche Teils des Deckels überschüttet; in der nächsten Woche beginnt dort dann der Straßenbau. Die Verlegung des von Süden nach Norden fahrenden Verkehrs auf diese neue Fahrbahn erfolgt im Januar.

Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden nach wie vor die Schlitzwände verankert. Im Bereich der Rampe werden die Sohle und die Wände hergestellt.

Am Mühlburger Tor läuft die Herstellung der Wände im Bereich des Zielschachts. Gleichzeitig erfolgt der Einbau der Sauberkeitsschicht zur Vorbereitung des Einbaus der endgültigen Sohle im Bereich des Tunnelabschnitts zwischen Zielschacht und Rampe.

Am Europaplatz wird der Erdaushub unter dem Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle fortgesetzt. Im südwestlichen Teil sind schon 3,50 Meter ausgehoben, der Bagger arbeitet sich nun in Richtung Norden vor.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße ist durch Taucher der Einbau von Unterwasserbeton in einer Teilbaugrube erfolgt. Gegenüber im nördlichen Teil der Lammstraße ist die Oberfläche inzwischen geschlossen; jetzt werden das Vordach des dortigen Einzelhandelsgeschäfts wieder montiert. An der Südostecke der Lammstraße mit der Kaiserstraße ist die Andienöffnung für den Aushub des Erdreiches freigelegt und mit der Absturzsicherung ausgestattet worden, so dass auch hier die Bagger anrollen können. In der Tunnelröhre ist das westliche Schott zur Absicherung der Haltestelle installiert.

Am Durlacher Tor werden die ersten endgültigen Haltestellensohlen noch in diesem Jahr betoniert. Im sich daran anschließenden Tunnelabschnitt bis zur Rampe läuft das Herstellen der Wände und der Decken für den in offener Bauweise herzustellenden Tunnelabschnitt.

Unten gut voran.