Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Projektstart: Spatenstich zur Kombilösung ist erfolgt

Mit dem heute durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger, den Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba, und den Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich erfolgten Spatenstich hat die Umsetzung der Kombilösung begonnen. Das nach der aktuellen Kostenschätzung 588 Millionen Euro kostende Bauvorhaben sieht die Untertunnelung der Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Mühlburger Tor mit einem Südabzweig vom Marktplatz bis zur Augartenstraße für Stadt- und Straßenbahnen vor sowie den Umbau der Kriegsstraße mit einem Tunnel für Autos mit einer darüber liegenden neuen Straßenbahntrasse. Bis zum Jahr 2019 wird der Bau beider Teilprojekte der Kombilösung abgeschlossen sein.  

Finanziert wird das Vorhaben nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) zu 60 Prozent durch den Bund sowie zu weiteren 20 Prozent durch das Land Baden-Württemberg. Der bei der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft verbleibende Eigenanteil liegt bei 173 Millionen Euro. Der 2,4 Kilometer lange Tunnel unter der Kaiserstraße mit dem knapp einen Kilometer langen Südabzweig in die Ettlinger Straße ist mit 403 Millionen Euro veranschlagt, der Umbau der Kriegsstraße mit dem 1,4 Kilometer langen Tunnel für Autos 185 Millionen Euro.   Die Bauzeit für das Teilprojekt Untertunnelung Kaiserstraße mit Südabzweig wird sechs Jahre betragen: Schon ab 2016 werden die ersten Bahnen unter der Kaiserstraße verkehren. Der Umbau der   Kriegsstraße wird zwischen 2015 und 2019 erfolgen. Dennoch wird 2015, im Jahr des 300. Stadtgeburtstages, die Karlsruher Innenstadt weitestgehend frei von größeren Baustellen sein.    

Am Spatenstich nahmen neben Ministerpräsident Oettinger, Staatsekretär Bomba in Vertretung für Bundesverkehrsminister Ramsauer und Oberbürgermeister Fenrich auch die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, der Geschäftsführer der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft, Dr. Walter Casazza, sowie eine Gruppe von Karlsruher Schülerinnen und Schüler teil.   „Der Spatenstich für dieses für Karlsruhe und die Region so zentrale Verkehrsinfrastrukturprojekt ist ein großer Tag für die Stadt Karlsruhe und den badischen Landesteil“ erklärte Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Der ÖPNV in Karlsruhe sei schon seit langem an seiner Leistungsgrenze angekommen. Mit der Kombilösung werde daher, abgesehen von den Entwicklungschancen in der Innenstadt, der Nahverkehr wieder zukunfts- und wachstumsfähig. „Von der Maßnahme profitiert aber nicht nur der innerstädtische Straßenbahnverkehr in Karlsruhe, sondern auch der Öffentliche Personennahverkehr in der gesamten Region Mittlerer Oberrhein und den Nachbarregionen“, erklärte der Regierungschef.   Oberbürgermeister Fenrich betonte die Symbolik des Spatenstichs und sagte mit Blick auf die anwesenden Schülerinnen und Schüler: „Die Vorteile, die die Kombilösung allen Bürgerinnen und Bürgern und allen Verkehrsteilnehmern bringt, werden gerade die jungen Menschen in wenigen Jahren wie selbstverständlich nutzen“. Der Oberbürgermeister verwies in seiner Rede auch darauf, dass beim Bürgerentscheid im Jahr 2002 eine große Mehrheit der Karlsruher Bevölkerung für die Kombilösung gestimmt hat. Fenrich forderte die Kritiker des Projektes auf, den Bau der Kombilösung positiv zu begleiten und sich von ihren Vorteilen überzeugen zu lassen.    
 

Fakten zum Entstehen der Kombilösung:  

2002 Bürgerbeteiligungsverfahren „City 2015“

23.07. 2002 Beschluss des Gemeinderats zur Konzeption der Kombilösung

22.09. 2002 Positiver Bürgerentscheid zur Kombilösung

20.05. 2003 Gründung der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG)

22.12. 2004 Abgabe der Unterlagen zum GVFG-Antrag Kombilösung im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg

20.04. 2005 Vorgezogene Bürgeranhörung zum Bebauungsplan Kriegsstraße

28.06. 2005 Bürgerinformation zum Stadtbahntunnel

19.07. 2005 Beschluss des Gemeinderats zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens Stadtbahntunnel und zur Aufstellung des Bebauungsplans Kriegsstraße

09.01. bis 10.02. 2006 1. Offenlage Planfestellungsunterlagen und Bebauungsplanentwurf

16.05. bis 17.05. 2006 Erörterungstermin 1. Offenlage

11.06. bis 10.07. 2007 2. Offenlage Planfeststellungsunterlagen und Bebauungsplanentwurf

03.07. 2007 Rahmenvereinbarung zwischen Land und Stadt zur Realisierung der Kombilösung

18.09. 2007 Erörterungstermin 2. Offenlage

16.11. 2007 Empfehlung des Aufsichtsrats der KASIG zuerst den Stadtbahntunnel zu realisieren und anschließend die Kriegsstraße

11.03. 2008 Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Kriegsstraße

21.10. 2008 Beschluss des Gemeinderats zuerst den Stadtbahntunnel zu realisieren und anschließend die Kriegsstraße

08.12. 2008 Aufnahme der Kombilösung in das GVFG-Bundesprogramm

15.12. 2008 Zuwendungsbescheid des Landes zum GVFG-Antrag Kombilösung

18.12. 2008 Planfeststellungsbeschluss zum Stadtbahntunnel durch Regierungspräsidium Karlsruhe

23.12. 2008 Finanzierungsvereinbarung zwischen Land und Stadt zur Realisierung der Kombilösung

19.06. 2009 Versand der Ausschreibungsunterlagen für die Rohbauarbeiten

23.07. 2009 Spatenstich zum Neubau „Infopavillon Kombilösung“

03.08. 2009 Vorgezogene Leitungsverlegungen zur Kombilösung am Berliner Platz

27.10. 2009 Submission Vergabe der Rohbauarbeiten für den Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße

09.12. 2009 Beginn des Verhandlungsverfahrens zur Vergabe der Rohbauarbeiten für den Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße

21.01. 2010 Spatenstich für den Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße  

 

Fakten zum Bau der Kombilösung:

PDF-Download "Fakten zum Bau der Kombilösung"

Unten gut voran.