Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine ist bereits in Karlsruhe angekommen

Am Durlacher Tor ist der nächste große Schritt beim Bau der Kombilösung schon deutlich erkennbar, denn auf den beiden Baufeldern nehmen die Vorbereitungen für den Start der Tunnelvortriebsmaschine im Oktober konkrete Gestalt an: So ist das in den Karlsruher Farben lackierte Schneidrad bereits - in horizontaler Lage - zusammengebaut. Wenige Meter weiter ist nicht nur die Werkstatthalle entstanden, in der Teile der Vortriebsmaschine zusammengebaut werden. Gleich daneben steht auch schon die Separieranlage, die das Sand-Kies-Gemisch aus dem Untergrund unter der Kaiserstraße von der Flüssigkeit trennen wird, mit deren Hilfe der Abraum weggepumpt werden wird. Unter dem Durlacher Tor wird zudem der Andichttopf gebaut, von dem aus die Tunnelvortriebsmaschine nach Westen starten wird. Gleichzeitig hat schon jetzt im bayerischen Mindelheim die Serienproduktion der Tübbinge begonnen - jener Betonteile also, die zusammengesetzt Ring für Ring die spätere Tunnelröhre bilden.

Westlich vom Durlacher Tor wird das Erdreich im Bereich der Rampe in der Durlacher Allee ausgehoben. In dem kleinen Tunnelabschnitt zwischen künftiger Haltestelle und der Rampe laufen derzeit noch die Verankerungen, die die Sohle gegen den Auftrieb durch den Wasserdruck schützen.

An der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße werden - nachdem auch der zweite Pumpversuch erfolgreich verlaufen ist - die Spundwände gezogen, das Erdreich ausgehoben und die Köpfe der Schlitzwände und Bohrpfähle "abgestemmt", um Ende Juli mit dem Bau des Haltestellen-Teildeckels beginnen zu können. Im Bereich des westlichen Gleisdreiecks soll dieser bereits Mitte Juli beginnen. Derzeit sind die Stadtwerke dort aber auch noch mit dem Umschluss der Fernwärme von alten auf neue Leitungen beschäftigt.

Nach dem Abschluss der Arbeiten während der zweiwöchigen Sperrung des Europaplatzes endet jetzt auch für den Individualverkehr die Sperrung der Karlstraße im Bereich der Kreuzung mit der Kaiserstraße. Die jetzt nicht mehr befahrenen Gleise vor der Postgalerie werden entfernt. Rund um den Europaplatz stehen Pflasterarbeiten an, um die Oberfläche wieder zu schließen. Der Bau der neuen oberirischen und barrierefreien Haltestelle Europaplatz wird aber noch bis etwa Ende September dauern. Während der Sperrung kam es trotz der Ferienzeit auf den beiden Pendellinien E1 und E2 zum Europaplatz zu einem sehr starken Aufkommen von Fahrgästen, die noch dazu auf hohe Temperaturen in den Fahrzeugen trafen. Die meisten Fahrgäste signalisierten aber Verständnis für die auf die Ferien konzentrierte Umbaumaßnahme, die letztlich auch deshalb pünktlich und erfolgreich abgeschlossen werden konnte, weil die Zusammenarbeit der Mitarbeiter der Bauunternehmen, der KASIG, der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und des Tiefbauamtes gut funktionierte. Insgesamt waren über 150 Personen an den nahezu rund um die Uhr laufenden Arbeiten beteiligt.

Am Mühlburger Tor läuft unterdessen der Gleisbau für den Hilfsfahrweg Nord, auf dem die Bahnen die Rampen-Baustelle nördlich vom Mühlburger Tor und vom Kaiserplatz umfahren werden.

Am Marktplatz sind elf der 14 benötigten Primärpfähle - 40 Meter ins Erdreich gebaute Beton-"Säulen" zur Abstützung des Haltestellendeckels während der Bauphase - hergestellt. Gleichzeitig wird die Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) "eingedüst". Südlich ist nun auch die Karl-Friedrich-Straße, unter der ein Tunnelabschnitt im bergmännischen Verfahren entstehen wird, zwischen Marktplatz und Rondellplatz Baustelle: Zunächst werden hier die Gleise entfernt und der Straßenbelag abgetragen. Autos können die Karl-Friedrich-Straße nur noch in südlicher Richtung nutzen und dann am Rondellplatz in Richtung Lammstraße in die Erbprinzenstraße abbiegen, deren Einbahnstraßenregelung komplett aufgehoben wurde.

Südlich und nördlich des Ettlinger Tors laufen die Arbeiten für die Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle. Im Tunnelabschnitt zwischen dieser Haltestelle und der unteririschen Haltestelle Kongresszentrum werden Schlitzwände hergestellt und die HDI-Sohle eingebracht. In einem Teilbereich der Haltestelle Kongresszentrum läuft bereits die Qualitätssicherung.

Unten gut voran.