Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Schneidrad-Element ist für Karlsruhe gesichert

Das etwa 20 Tonnen schwere Element des Schneidrads der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia", das dauerhaft in Karlsruhe bleiben wird, ist am heutigen Donnerstag (1. Oktober) kurz nach Mittag an seinem vorläufigen Lagerplatz eingetroffen. Ein Schwertransport brachte das Teil aus Spezialstahl, das ein knappes Drittel des Schneidrads ausmachte, vom Mühlburger Tor zum Großmarktgelände am Weinweg. Am Mühlburger Tor war das Element, an dem sich auch noch Werkzeuge wie Doppeldisken und Schälmesser befinden, vergangenen Sonntag von "Giulia" mit Schneidbrennern getrennt und an die Oberfläche gehoben worden.

Zusammen mit dem heute angelieferten Element werden auch drei Tunnelringe - bestehend aus jeweils sechs Tübbing-Elementen - auf dem Gelände gelagert. Der endgültige Standort des Schneidrad-Teils oder der Tübbinge in Karlsruhe ist noch offen. Die übrigen Teile des Schneidrads werden ebenfalls heute zurück zum Hersteller, der Herrenknecht AG im südbadischen Schwanau, gebracht und dort einer neuen Verwendung zugeführt. Begonnen hat auch bereits die Demontage des Schilds der Tunnelvortriebsmaschine im Zielschacht. In der nächsten Woche wird der Nachläufer der Tunnelvortriebsmaschine durch die zwei Kilometer lange Tunnelröhre zurück an das Durlacher Tor geschoben und dort in transportfähige Baugruppen zerlegt.

Bei den Bauarbeiten hält am Karlsruher Marktplatz die Normalität wieder Einzug: Das an einem Kran hängende Haus aus der Kunst-Aktion "Die Stadt ist der Star" ist abgebaut, so dass jetzt auch diese Teilfläche wieder rückgebaut und anschließend mit einer provisorischen Asphaltoberfläche versehen werden kann. Auch die Fläche direkt vor der Evangelischen Stadtkirche wird mit einer Asphaltfläche wieder für Fußgänger zugänglich gemacht. In der nächsten Woche beginnt der Aushub des Erdreichs unter dem Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle. Ebenfalls in der nächsten Woche wird am nördlichen Rand des Marktplatzes in der Kaiserstraße ein Gleis eingebaut, auf dem später die von Westen nach Osten verkehrenden Bahnen nach der Beseitigung der letzten Verschwenkung fahren werden. Der Rückbau der Verschwenkung wird aber frühestens im nächsten Jahr erfolgen.

Am Mühlburger Tor beginnt am morgigen Abend um 20.30 Uhr die Vollsperrung für die Bahnen, die bis Montagmorgen 4 Uhr dauert. Für die spätere Umfahrung der Rampe Mühlburger Tor wird das südliche Gleisstück über die Kreuzung eingebaut. In der westlich der Kreuzung gelegenen Rampe ist die tiefliegende Sohle betoniert, an der Herstellung der Rampenwände wird permanent gearbeitet.

In der nördlich der Kaiserstraße gelegenen Lammstraße stehen bis Mitte Dezember Leitungsarbeiten für Abwasser, Gas und Wasser an. Die Lichtschächte für die Keller der Häuser werden im Zuge dieser Maßnahme ebenso wiederhergestellt wie das Vordach für das dort angrenzende Bekleidungshaus. Auch dieser Teil der Lammstraße erhält dann eine provisorische Asphaltoberfläche.

Während zwischen Ritterstraße und Europaplatz die Havarieleitung aufgebaut wird, ist das östliche Ende des Stadtbahntunnels Kaiserstraße von den Betonagen am Tunnel und der Rampe geprägt: Im Tunnel werden die Sohlen und in der Rampe die Wände gebaut. Auf dem Baufeld am Durlacher Tor sind inzwischen schon die Stapel mit den nicht mehr benötigten Rohren von den Förder- und Entsorgungsleitungen zu sehen.

In der Karl-Friedrich-Straße ist die Straßenoberfläche nördlich anschließend an den Rondellplatz hergestellt. Die Zufahrt vom Rondellplatz - aber keine Durchfahrt bis zum Marktplatz - ist jetzt wieder möglich. Am nördlichen Ende der Karl-Friedrich-Straße ist die Umfahrung des Baufelds für die "Trompete" - jenem Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert - in Betrieb gegangen.

Im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor gehen die Arbeiten an der Druckschleuse weiter - dem Einstieg in den Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße, der bergmännisch mit höherem Luftdruck zur Vermeidung von eindringendem Grundwasser ausgebrochen wird. In der nächsten Woche wird ein Mobilkran in den Nordkopf gehoben, der die Tore der Druckschleuse positionieren wird. Im Südkopf wird für den Zugang Südost die Mittelwand betoniert.

Während die Auftriebsanker für die Sohle im Tunnelabschnitt der Ettlinger Straße südlich der Baumeister-/Hermann-Billing-Straße noch einige Tage eingebracht werden, sind an der Haltestelle Kongresszentrum noch vier Betonagen des Haltestellendeckels zu absolvieren. Auf den bereits hergestellten Deckeln wird an den Aufbauten für die Haltestellenentlüftung gearbeitet.

Im Tunnel zwischen künftiger unterirdischer Haltestelle Kongresszentrum und Rampe beginnt der Aushub des Erdreichs bis zur zweiten Ankerlage. Im Rampenbereich sind die Hochdruckinjektions-Sohlen in der nächsten Woche fertiggestellt. Mit dem Pumpversuch zur Sicherstellung der Qualität der Sohle wurde begonnen.

Unten gut voran.