Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Sechs Bietergemeinschaften mit Angeboten für Kriegsstraße - Neustart für „Giulia“ absehbar

Das zweite Teilprojekt der Kombilösung, der Umbau der Kriegsstraße mit einem Tunnel für Autos und einer völlig neuen, darüberliegenden Gleistrasse in Ost-West-Richtung kommt jetzt ins Rollen: Für das Projekt war am gestrigen Donnerstag der Termin für die Abgabe der Angebote. Von den sechs von der KASIG zur Angebotsabgabe aufgeforderten Konsortien haben alle Bietergemeinschaften ein Angebot eingereicht. Diese Angebote werden nun eingehend geprüft. Etwa Mitte Juli erfolgt dann die Vergabe durch die KASIG. Der Baubeginn für die Kriegsstraße ist für den Oktober geplant.

Rund um die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" dauern die Untersuchungen zum Ausmaß des durch nachgesacktes Erdreich entstandenen Trichters an: Nach in der zurück liegenden Woche erfolgten Begehungen und der Inaugenscheinnahme auch der Abbaukammer wird derzeit das Volumen es Trichters ermittelt. Außerdem gehen die Experten mit Sondierungen der Frage nach, ob es unmittelbar vor dem Schneidrad weitere Hohlräume oder lockeres Erdreich gibt.

"Giulia" hat wohl keine gravierenden Schäden. Allerdings müssen die Abbaukammer und die dahinter liegende Arbeitskammer von Erdreich befreit werden, um "Giulia" arbeitsfähig zu machen. Ziel ist jetzt, mit einem der drei bisherigen Konzepte "Giulia" wieder anzufahren: Das Erdreich vor dem Schneidrad muss stabilisiert werden. Ob dazu eine Auffüllung nötig ist oder nicht oder ob das Erdreich vereist werden muss, um auf diese Weise zu Stabilität zu kommen, ist noch offen und wird sich voraussichtlich in der nächsten Woche entscheiden. Bei der Auswahl wird auf Sicherheit und das zügige Durchführen der Maßnahme geachtet werden. Alle derzeit mit dem "gestörten" Tunnelvortrieb beschäftigten Experten gehen davon aus, dass "Giulia" im Juni wieder mit dem Vortrieb beginnen kann.

Schon in der nächsten Woche beginnen am Mühlburger Tor die Arbeiten zur Herstellung der Schlitzwände für den Tunnelabschnitt, der unter der vor kurzem noch von Autos befahrenen Mitte der Kreuzung liegt. Im Bereich der Leopoldstraße nördlich der Kaiserstraße werden die Arbeiten an dem Kanalschacht am Wochenende fertig; die Arbeiten südlich der Kaiserstraße am Kanalschacht im dortigen Teil der Leopoldstraße haben dagegen begonnen.

In der Lammstraße sind die Stadtwerke Karlsruhe mit Leitungsverlegungen und dem Herstellen der Hausanschlüsse zwischen Ritterstraße und Lammstraße fertig: derzeit läuft der Rückbau der nicht mehr benötigten Leitungskonsolen und gleich anschließend wird die Oberfläche vor den Geschäftshäusern hergestellt. In der darauf folgenden Phase beginnen die Vorbereitungen für den Gleisbau, bei dem die Schienen während der Sperrung in den Pfingstferien zwischen 23. Mai, 20.30 Uhr und 8. Juni, 4 Uhr, zwischen Ritterstraße und der Nordwestecke Marktplatz wieder in die Mitte der Kaiserstraße verlegt werden. Danach bleibt lediglich noch eine kleine Gleisverschwenkung nach Norden auf Höhe der Nordseite des Marktplatzes.

Nach wie vor werden in der Durlacher Allee im Tunnelabschnitt Wände verankert. Im Bereich der Rampe sind inzwischen fast alle Sohlen hergestellt. Mit dem Bau der Rampenwände wurde bereits begonnen.

Auf dem Marktplatz werden auf den inzwischen hergestellten Deckeln die Entlüftungskanäle der künftigen unterirdischen Haltestelle bewehrt und betoniert. Mit knapp 1.400 Bohrungen sind inzwischen knapp zwei Drittel der Löcher in der Karl-Friedrich-Straße hergestellt, durch die die Injektionen von Weichgel und Feststoff zur Vorbereitung auf den bergmännischen Tunnelbau dieses Abschnitts vorgenommen werden. Die Injektionen laufen an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr.

Nördlich des Ettlinger Tors tragen Arbeiter unter dem Haltestellendeckel eine Spritzbetonschicht auf die freigelegten Schlitzwände auf. Am Zugang Nordwest der späteren unterirdischen Haltestelle wird in dieser und auch in der nächsten Woche die Treppenlaufplatte hergestellt. Mit dem Abschluss dieser Leistung ist damit auch dieser Zugang rohbautechnisch hergestellt. Südlich des Ettlinger Tors ist am Zugang Südost die Bodenplatte betoniert, so dass nun die Außenwände gebaut werden können. Unterhalb des Deckels wird der Erdaushub bis zur dritten Ankerlage fortgesetzt. Im Bereich des Kombi-Bauwerks mitten auf der Kreuzung Ettlinger Tor ist der Abbruch der Sohle der früheren Unterführung abgeschlossen.

An der Haltestelle Kongresszentrum werden die Weichgelinjektionen wie geplant noch in dieser Woche abgeschlossen. In einem Teilbereich des sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum in der Ettlinger Straße anschließenden Tunnelabschnitts verlief die Qualitätskontrolle der Dichtsohle positiv, die Baugrube ist gegen das anstehende Grundwasser dicht. Im Bereich der südlichen Rampe laufen die HDI-Arbeiten für die Sohle weiter.

Unten gut voran.