Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Start des Tunnelvortriebs mit „Tag der offenen Baustelle“

Mit einem "Tag der offenen Baustelle" am 26. Oktober an und in der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor leiten die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) sowie die mit der Erstellung des Rohbaus des Tunnels unter der Kaiserstraße beauftragte "Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel" - vertreten durch das Unternehmen Bemo Tunnelling - den Start der Tunnelvortriebsmaschine ein. An diesem Tag können einige hundert Besucher von 9 Uhr bis 17 Uhr über Treppen etwa 17 Meter tief in die Haltestelle hinuntersteigen und dort den Haltestellenrohbau sowie die darin montierte und startbereite Tunnelvortriebsmaschine anschauen. Oberirdisch ist über eine der "Andienöffnungen" ein Blick nach unten möglich sowie die Besichtigung von zum Tunnelbau notwendigen Einrichtungen. Dazu gehören beispielsweise die gewaltige Separieranlage, das Tübbing-Lager oder auch der Tunnelzug zum Transport der Tübbinge vom Lager durch die Tunnelröhre zur Tunnelvortriebsmaschine. "Oben" auf dem Baufeld werden zudem Informationen über die Tunnelbauweise multimedial bereitstehen - und ein Bewirtungszelt für einen deftigen Imbiss fehlt natürlich auch nicht.

Um die strengen Sicherheitsauflagen auf einer derartigen Großbaustelle erfüllen zu können, muss der Zugang hinunter in die Haltestelle limitiert werden. Im Zehn-Minuten-Abstand werden Führungen angeboten, für die es kostenlose, nicht übertragbare Tickets gibt. Interessierte können auf zwei Wegen eine derartige Zugangsberechtigung erhalten: Die Tickets - maximal zwei pro Person - können ab 15. Oktober im Informationspavillon "K." der Kombilösung am Ettlinger Tor an Werktagen zwischen 10 Uhr und 18 Uhr abgeholt oder im Internet über die Homepage der Kombilösung (www.diekombiloesung.de) bestellt werden. Diese Tickets müssen dann spätestens 30 Minuten vor dem darauf eingetragenen Zeitpunkt der Führung zusammen mit dem Personalausweis im Info-Zelt direkt am Durlacher Tor auf dem Baufeld Ost der Kombilösung vorgezeigt werden. Nicht eingelöste Tickets verfallen sofort. Neben Ticket und Personalausweis ist festes Schuhwerk mit flachen Absätzen, eine gute körperliche Konstitution sowie Schwindelfreiheit Voraussetzung zur Teilnahme. Helme und Sicherheitsweste werden vor Ort gestellt. Der Zugang nach unten in die Haltestelle ist nicht barrierefrei. Kinder müssen mindestens sechs Jahre alt und zusätzlich mindestens 1,10 Meter groß sein, um teilnehmen zu können.

Die angebotenen Führungen sind zeitlich begrenzt, um trotz der Sicherheitsauflagen möglichst vielen Besuchern die Gelegenheit zu geben, sich vor dem Beginn des Tunnelvortriebs einen Eindruck vom bisher erreichten Baufortschritt zu machen.

Die Baustelle ist aus allen Richtungen gut zu erreichen - am besten mit Stadtbahnen und Straßenbahnen (Haltestellen Durlacher Tor / KIT Campus Süd beziehungsweise Gottesauer Platz). Die Durchfahrt vom Adenauerring zur Kapellenstraße und umgekehrt ist am Tag der offenen Baustelle für Autos komplett gesperrt. Autofahrer, die aus Richtung Osten oder Norden kommen, parken am besten auf den Waldparkplätzen entlang des Adenauerrings; Besucher, die von Süden oder Westen anreisen, sollten die Parkhäuser in der östlichen Innenstadt ansteuern. Fahrradfahrer können ihre Drahtesel auf dem Gelände der Universität (KIT) im Bereich des Reinhard-Baumeister-Platzes (Institute für Städtebau und Landesplanung, für Regionalwissenschaft, für Baustatik sowie für Geologie und Geoökologie) abstellen.

Bereits einen Tag zuvor findet wegen der Sicherheitsauflagen ausschließlich für geladene Gäste das "Anschlagfest" statt: Dabei ist vorgesehen, im Rahmen einer ökumenischen Zeremonie eine Figur der Heiligen Barbara - der Schutzpatronin der Bergleute - unten in der Haltestelle anzubringen. Das Aufstellen wird begleitet von Gerlinde Hämmerle, der ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Regierungspräsidentin aus Karlsruhe, die während des Baus des zwei Kilometer langen Tunnels unter der Kaiserstraße als Tunnelpatin - als irdische Vertreterin der Heiligen Barbara - fungiert und nur in dieser Phase gleichzeitig Namenspatronin für den Tunnel ist. Die Tunnelvortriebsmaschine startet dann in den letzten Oktober-Tagen. Voraussichtlich im Sommer 2015 erreicht sie dann den Zielschacht am Mühlburger Tor, aus dem sie geborgen und wieder abtransportiert werden wird.

Unten gut voran.