Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Straßen- und Gleisbau sind im sommerlichen Sprint

Fertig: Die Fahrbahn für Autos nördlich vom Kaiserplatz ist mit der endgültigen Oberfläche versehen – die Straßensperrung stadtauswärts von der Kaiserstraße bis zum Mühlburger Tor endet heute, die Sperrung der Kreuzung in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt beginnt am 26. August. (1)
Auf Kante: Auf der Südseite der Durlacher Allee wird bereits der Bordstein gesetzt, danach erfolgt der Einbau der Straßenoberfläche. (2)
Auf Linie: Auf der Nordseite der Durlacher Allee wird derzeit das Umfahrungsgleis gebaut. (3)
Am Scheideweg: Im Bereich des Gottesauer Platz sind die Gleise bereits im Straßenraum und in der Kreuzung verlegt. Als nächstes folgt der Straßenbau. (4)
Lückenschluss: In der Haltestelle Durlacher Tor muss noch die Sohle direkt vor dem Tunneleingang betoniert werden. (5)

Am westlichen und am östlichen Ende des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße befindet sich der Straßenbau am Mühlburger Tor und in der Durlacher Allee ebenso im sommerlichen Sprint wie der Gleisbau in der Durlacher Allee: Pünktlich zum Ferienende Mitte September werden dort die Bahnen auf den endgültigen Gleisen rechts und links der Tunnelrampe fahren. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun: So werden ab 26. August auf der Nordseite vom Mühlburger Tor die alten, nur noch im Kreuzungsbereich liegenden Umfahrungsgleise entfernt und dort sowie nördlich daran anschließend die Straßenoberfläche neu eingebaut.

In der Durlacher Allee wachsen die bereits gebauten Gleisstücke immer mehr in die Länge, auch im Bereich des Gottesauer Platzes ist inzwischen die endgültige Lage der Gleise gut zu erkennen. Mit dem Gleisbau einher geht aber auch der Straßenbau in der Durlacher Allee - sowohl auf der Süd- wie auch auf der Nordseite.

Unterdessen geht es "unter der Erde" wie gewohnt weiter: Am Kaiserplatz wird in der nächsten Woche die Übergabestation eingerichtet, die den Füllbeton zur Herstellung des Gleisniveaus vom Anlieferungspunkt an das Transportfahrzeug im Zielschacht über ein Füllrohr übergibt. Dieser Betonmischer bringt den Frischbeton zu seinem Bestimmungsort in die Tunnelröhre zwischen Kaiserplatz und Europaplatz. Die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte kreisrunde Tunnelröhre mit einem Innendurchmesser von 8,20 Meter wird dabei zu etwa einem Drittel aufgefüllt, um darauf später die beiden Gleise einzubauen.

An den Haltestellen Lammstraße und im Gleisdreieck Marktplatz sowie am Kronenplatz wird nach wie vor Erdreich ausgehoben und in den Nächten zudem auch Spritzbeton auf die Bohrpfahl- oder Schlitzwände aufgetragen. Letzteres geschieht auch am Europaplatz. Der Erdaushub der noch anstehenden fünf Meter wird hier dann fortgesetzt, wenn die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, bei denen die Südwand rückverankert wird, um die ab 2010 dort hergestellte, aber zum Teil mit Mängeln behaftete Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) zu entlasten.

Weiter gediehen sind die Arbeiten in den drei Haltestellen Durlacher Tor, Südkopf Ettlinger Tor, Marktplatz und in den Tunnelabschnitten auf dem Südabzweig: Die endgültigen Stationswände werden betoniert. In der Haltestelle Kongresszentrum wird sowohl an der Herstellung der Sohle gearbeitet wie auch an den Stationswänden.

Bei 175 Metern ist inzwischen der Vortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße angekommen. Im Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird an der Schalung für die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel gearbeitet.

Unten gut voran.