Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Taucher untersuchen Werkzeuge von „Giulia“

Die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hat sich in den zurückliegenden Tagen innerhalb des Ostteils des unterirdischen Bauwerks Gleisdreieck am Marktplatz um einige Meter nach Westen in Richtung Mühlburger Tor bewegt: Nachdem der durch nachgesacktes Erdreich entstandene Trichter mit Kies und Dämmermaterial - vergleichbar mit Magerbeton - verfüllt worden war, wurde der Vortrieb unter dem geschlossenen Trichter vorläufig wieder gestartet. Sechs Meter Tunnel wurden gebaut, so dass der Trichter inzwischen vom Schild der Tunnelvortriebsmaschine unterfahren ist. Jetzt steigen Taucher durch die Druckkammern von "Giulia" nach vorne in die Arbeits- und Abbaukammer ein, um Kontrollen der Werkzeuge der Tunnelvortriebsmaschine vorzunehmen. Diese Kontrollen und möglicherweise anfallende Revisionsarbeiten werden etwa zwei Wochen Zeit benötigen.

Nach dem Abschluss der Schlitzwandarbeiten am Mühlburger Tor laufen die Vorbereitungen für das Eindüsen der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) mitten im Kreuzungsbereich.

In der Kaiserstraße sind über der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße nun schon die Gleisbauarbeiten für die in den Pfingstferien vorgesehene Verlegung der Schienen zurück in die Mitte der Fußgängerzone im Gange. Gleichzeitig wird auch die für das Wochenende geplante Betonage des Deckels an der Nordwestecke Kaiserstraße/Lammstraße vorbereitet. An der Südwestecke von Kaiserstraße und Marktplatz werden zudem die Köpfe der Schlitzwände abgestemmt, um hier zu einem späteren Zeitpunkt die Anschlussbewehrung für den noch fehlenden Deckel anbringen zu können.

In der Durlacher Allee werden im dortigen Tunnelabschnitt die Ankerarbeiten der Wände in der zweiten Lage fortgesetzt. Im Baufeld der Rampe werden derzeit die Wände hergestellt.

Auf dem Marktplatz geht der Takt von Schalen, Bewehren und Betonieren der Entlüftungskanäle für die künftige unterirdische Haltestelle auf den inzwischen hergestellten Deckeln weiter.

In der Karl-Friedrich-Straße erfolgt im südlichsten Teil - an der Nahtstelle zum "Nordkopf" der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor - die Qualitätssicherung für die in diesem Bereich abgeschlossenen Injektionen von Weichgel und Feststoffen zur Vorbereitung auf den bergmännischen Ausbau dieses 250 Meter langen Tunnelabschnitts. Danach können unterhalb des Deckels die nördlichen Schlitzwände der Haltestelle verankert werden. Im restlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße werden nach wie vor Bohrungen hergestellt und durch die Löcher rund um die Uhr Weichgel und Feststoff injiziert.

Mitten auf der - früheren - Straßenkreuzung Ettlinger Tor ist mit dem Auffüllen der bisherigen Baugrube die Arbeitsebene hergestellt worden, von der aus das Herstellen der insgesamt zehn Schlitzwandlamellen für das Kombibauwerk erfolgen wird. Südlich der Kreuzung werden Treppenhaus und Aufzugschacht des Haltestellenzugangs Südost betoniert. Zudem wird in diesem Teil der Haltestelle der Aushub des Erdreichs unter dem Deckel bis zur dritten und letzten Ankerlage fortgesetzt.

An der Haltestelle Kongresszentrum läuft derzeit die Qualitätskontrolle, die Auskunft über die Dichtigkeit der Baugrube gegenüber dem rundum anstehenden Grundwasser gibt. Nördlich der Haltestelle wird die HDI-Sohle hergestellt, südlich wird der Aushub von Erdreich in dem dortigen Tunnelbereich und der künftigen Rampe für die danach anstehenden Ankerarbeiten fortgesetzt. Im südlichen Ausfahrtsbereich der späteren Rampe laufen die Vorbereitungen zur Qualitätssicherung der Sohle.

Unten gut voran.