Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Tunnel in der Kriegsstraße wächst zusammen

Der Umbau der Kriegsstraße erfolgt Abschnitt für Abschnitt in den einzelnen Baufeldern: Begonnen wurde ganz im Osten im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee sowie im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße. Jetzt erhalten die beiden im Rohbau bereits hergestellten Tunnelstücke Zuwachs zwischen sich: Im Baufeld O 2, das sich von der Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee bis auf Höhe der an der Kriegsstraße liegenden Heinrich-Hübsch-Schule erstreckt, beginnt der Bau von Schlitzwänden, in die stählerne Spundwände eingestellt werden. Diese sichern mit einer Tiefe von bis zu 20 Metern einerseits die Baugrube für den Tunnel ab und bilden andererseits die nach außen liegende Schalung beim Bau der Tunnelwände. Gleiches geschieht auch einige Meter Richtung Westen: Im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor entstehen ebenfalls Schlitzwände, in die Spundwände eingestellt werden, sowie Bohrpfahlwände. Letztere haben dieselbe Funktion wie die Schlitzwände, werden jedoch mit einem entsprechend groß dimensionierten Gerät ins Erdreich gebohrt. Wenn der Tunnel im Baufeld W 3 im Rohbau hergestellt ist, stellt er, zusammen mit dem noch nicht begonnenen kurzen Abschnitt W4, die Verbindung her zwischen dem Tunnel im Baufeld W 2 und dem schon länger fertiggestellten Autotunnel innerhalb des Kombibauwerks direkt unter der Kreuzung Ettlinger Tor.

Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee werden noch die Wände der Ein- und Ausfahrtsrampen gebaut. Die Rampen liegen einige Meter auseinander - "oben" sollen ja später die Gleise zwischen den Rampen verlaufen. Dieser Raum wird aktuell mit Erdreich verfüllt. In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Adlerstraße und Ettlinger Tor stehen "Kragarme" und "Kragplatten" auf dem Plan für die Bauarbeiter: Mit Hilfe dieser seitlich über die Straßenfläche hinausragenden Betonaufsätze auf den Bohrpfählen stehen den Autos oben zwei Richtungsfahrbahnen zur Verfügung, während darunter der Tunnel hergestellt werden kann.

Auf dem Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße entsteht auf Höhe der Ritterstraße eine bauzeitliche, provisorische Kreuzung auf dem hier bereits fertiggestellten Autotunnel.

Beim 2010 begonnenen Bau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels lässt sich die Fülle der noch zu erledigenden Arbeiten inzwischen überschauen: Die Bahnsteigflächen sind inzwischen in den beiden Haltestellen Ettlinger Tor und Marktplatz betoniert. Diese beiden Haltestellen und der dazwischen liegende Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße werden von der Arge Stadtbahntunnel als Auftragnehmer an die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft "übergeben", damit auch dort jetzt der Innenausbau beginnen kann.

Auch "oben" ist beim Bau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels Endspurt angesagt: Am Durlacher Tor wird noch an einigen Abschnitten der Straßen, Rad- und Gehwege gearbeitet, so dass die Verkehrsflächen bis zum Jahresende komplett wiederhergestellt sein werden.

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels erhält die künftige unterirdische Haltestelle Durlacher Tor die Wandverkleidung mit Betonwerksteinen, die auf die Unterkonstruktion für die Befestigung dieser Steine aus Beton gehängt werden. Im Bereich der Bahnsteigplatte werden sukzessiv Betonwerksteine verlegt. In der Haltestelle Lammstraße, im Gleisdreieck und unter dem Europaplatz wird "gestockt" - die Wandflächen der Treppenabgänge sowie der Fahrgastebenen oberhalb der Bahnsteige erhalten ein aufgerautes Aussehen. Auch Aufzüge und Rolltreppen sind in Teilen schon montiert in den Haltestellen Durlacher Tor, Kronenplatz und Kongresszentrum.

Für den letzten Abschnitt der Kanalsanierung zwischen Ettlinger Tor und Marktplatz wird die Karl-Friedrich-Straße ab 15.Oktober im Abschnitt zwischen Rondellplatz und Hebelstraße zu einer Einbahnstraße in Süd-Nord-Richtung.

Unten gut voran.