Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Tunnelbau unter dem Mendelssohnplatz kommt nicht ohne Umleitungen und Teil-Sperrungen aus

Der Bau des Tunnelabschnitts in der Kriegsstraße unter dem Mendelssohnplatz wird aufwändiger als im Bereich der bisher in Betrieb genommenen Baufelder. Denn während in der Kriegsstraße zwischen Ritterstraße und Lammstraße, demnächst auch zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor sowie am westlichen Ende der Ludwig-Erhard-Allee keine Kreuzungen zu unterqueren waren, hat es das Baufeld O 2 in sich: Der Mendelssohnplatz gehört mit den in Nord-Süd-Richtung verkehrenden Stadt- und Straßenbahnen sowie seinen vielfältigen Verkehrsbeziehungen für den Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr zu den harten Nüssen für die Tunnelbauer oder in diesem Fall besser: für die Verkehrsplaner. Alle Verkehrsteilnehmer werden während der Bauzeit auf Umwege und Umleitungen stoßen - diese sollen aber so klein wie möglich ausfallen. Anwohner und die betroffenen Gewerbetreibenden wurden in sieben Informationsveranstaltungen auf die bevorstehenden Arbeiten vorbereitet.

Am Mendelssohnplatz werden im November für die Bahnen zwei Hilfsbrückeneingebaut. Unter diesen Hilfsbrücken kann der Tunnel in offener Bauweise hergestellt werden - ganz nach dem Vorbild an der Kreuzung Baumeister-, Hermann-Billing- und Ettlinger Straße, an der dieses Verfahren bereits praktiziert wurde. Je Gleis wird eine Hilfsbrücke benötigt - und diese zwei Stahlkonstruktionen sind etwas Besonderes: Insgesamt etwas mehr als 24 Meter lang, überbrücken sie die Baugrube des entstehenden Tunnels mit einer Außenbreite von ca. 19 Metern. Jede der beiden Brücken - sie werden "am Stück" angeliefert und im Sommer nächsten Jahres so auch wieder demontiert - hat ein Gewicht von 60 Tonnen.

Öffentlicher Personennahverkehr und der Individualverkehr werden jedoch schon vor diesem November die anstehenden Arbeiten bemerken. Denn die beiden Brückenteile müssen an die Stelle der jetzt noch vorhandenen Gleise gelegt und zudem auch auf vorbereitete Auflager gelegt werden. Bereits jetzt laufen schon an den Rändern des künftigen Baufelds erste Arbeiten wie etwa die Herstellung provisorischer Fahrbahnen oder Gehwege. Vom 26. August bis 9. September wird es dann aber ernst: In diesen zwei Wochen - noch sind Sommerferien! - verkehren keine Bahnen über die Kreuzung, und auch Autos können nicht direkt von der Rüppurrer in die Fritz-Erler-Straße und umgekehrt fahren. Ebenso wird in diesen beiden letzten Wochen der Sommerferien das Linksabbiegen am Mendelssohnplatz nicht möglich sein.

Gleichzeitig ist jedoch das derzeit noch für die Bahnen komplett gesperrte Durlacher Tor wieder offen. Dadurch werden nur diejenigen Bahnen zwischen dem 26. August und dem 9. September umgeleitet, die normalerweise zwischen Kronenplatz und Rüppurrer Straße verkehren: Das sind die Linien S 1, S 11, S 51 und S 52, die über Baumeisterstraße und Karlstor zum Europaplatz verkehren (umgekehrt genauso), die Linien S 4, S 7, S 8 und die Straßenbahnlinie 2, die über Philipp-Reis-Straße und Schloss Gottesaue zur Tullastraße beziehungsweise umgekehrt fahren.

Dem Individualverkehr steht bereits seit dem 13. Juli das Ettlinger Tor mit allen möglichen Fahrbeziehungen offen. Für den Individualverkehr gibt es daher "naheliegende" Lösungen: Grundsätzlich bleiben dem Autoverkehr in der Kriegsstraße von Osten nach Westen und umgekehrt zwei Spuren pro Fahrtrichtung. Autos von der Rüppurrer Straße mit Fahrziel Mendelssohnplatz werden bereits an der Philipp-Reis-Straße in Richtung Osten umgeleitet, wo sie sich dann an der Ludwig-Erhard-Allee auf Höhe Henriette-Obermüller- und Ostendstraße entweder weiter nach Osten oder über die Ludwig-Erhard-Allee über Kapellen- beziehungsweise Fritz-Erler-Straße nach Norden orientieren können. Wer von Süden über die Rüppurrer Straße nach Westen fahren möchte, biegt gleich in die Baumeisterstraße ab, um über die Ettlinger Straße und das Ettlinger Tor den Westen oder die zentrale Innenstadt anzusteuern.

Von der Fritz-Erler-Straße ist in die Rüppurrer Straße und nach links Richtung Osten kein direktes Durchkommen - aber über die Kriegsstraße, den seit dem 13. Juli wieder zur Verfügung stehenden "Wender" vor dem Ettlinger Tor und dann nach Osten und über Rechtsabbiegen am Mendelssohnplatz auch nach Süden.

Wichtig für Radfahrer: Der Mendelssohnplatz wird am besten weiträumig umfahren. Für Radler werden je eine Umleitung von Osten kommend über die Waldhornstraße und von Westen kommend über die Ettlinger Straße ausgeschildert. Ein Queren des Mendelssohnplatzes für Radler und Fußgänger ist von der Rüppurrer in die Fritz-Erler-Straße in dieser Zeit immer möglich. Die Überwege entlang der Kriegsstraße sind in der Fritz-Erler-Straße um einige Meter nach Norden verschoben, und in der Rüppurrer Straße steht einige Meter im Süden auf Höhe Baumeister- / Philip-Reis-Straße der dortige Überweg zur Verfügung. An der Einmündung der Kapellenstraße wird die Querung der Kriegsstraße für Radler und Fußgänger um einige Meter nach Osten auf die Höhe des Eingangs zur Volksbank verschoben.

Mit Schulbeginn am 10. September entspannt sich die Situation dann wieder etwas: Zwar fahren die Bahnen noch bis Mitte November wegen des Brückenbaus die Umleitung. Aber der Individualverkehr kann aus der Rüppurrer Straße kommend wieder bis zur Kriegsstraße, dort dann aber nur nach rechts abbiegen und über einen "Wender" Höhe Ostendstraße/ Henriette-Obermüller-Straße nach Westen die Kriegsstraße oder die Fritz-Erler-Straße nach Norden befahren. Nach Nordosten kann bereits auf Höhe der Volksbank in die Kapellenstraße abgebogen werden. Aus der Fritz-Erler-Straße heraus können Autofahrer nach Westen und - über einen kleinen Schwenk - auch nach Osten in die Kriegsstraße abbiegen und geradeaus in die Rüppurrer Straße gelangen. Fußgänger können kreuzungsnah den Mendelssohnplatz queren - außer an der östlichen Seite, da dort das Tunnelbaufeld geöffnet sein wird. Für Radler gilt weiterhin die Empfehlung, die ausgeschilderten Umleitungen über die Waldhornstraße beziehungsweise über die Ettlinger Straße zu nehmen und den Mendelssohnplatz zu umfahren, sofern ihr Ziel nicht direkt am Mendelssohnplatz liegt.

Mitte November sind dann die Brücken eingebaut, die Bahnen fahren ab diesem Zeitpunkt wieder wie vor den diesjährigen Sommerferien.

Unten gut voran.