Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ hat die Strecke nördlich vom Marktplatz hinter sich gelassen

"Giulia" nimmt mit einer durchschnittlichen Vortriebsgeschwindigkeit von zehn bis zwölf Metern täglich Fahrt auf: In den zurückliegenden Tagen hat die Tunnelvortriebsmaschine die Strecke nördlich des Marktplatzes komplett unterfahren. Dabei ließ sie auch jenen Teil des Gleisdreiecks Marktplatz hinter sich, bei dem die südliche Hälfte des Deckels noch nicht gebaut ist. Hier kann jetzt der Aushub des als zusätzliche Auflastung in die Baugrube eingebrachten Erdreiches beginnen, um den Deckel herzustellen. "Giulia" bewegt sich jetzt innerhalb des Bauwerks der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße.

Oberhalb dieses Bereiches kommen die Arbeiten zur Verlegung der Gleise in die Mittellage der Kaiserstraße planmäßig voran: Die Schienen liegen zwischen Ritter- und Lammstraße bereits, die Straßenbauarbeiten zum Schließen der Oberfläche machen deutliche Fortschritte, die Arbeiten am Treppenaufgang Süd in der Ritterstraße wurden fristgerecht beendet - und auch der Gleisaustausch der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) im Bereich der oberirdischen Haltestelle Marktplatz (Kaiserstraße) ist im Plan: Ab diesem Montag (8. Juni), 4 Uhr, können die Straßenbahnen wieder wie gewohnt durch die Innenstadt rollen.

Während am westlichen Ende der künftigen Ost-West-Tunnelröhre - am Mühlburger Tor - mit dem Pumpversuch die Qualitätssicherung für die direkt unter der Kreuzung hergestellte Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) begonnen hat, geht am östlichen Ende im Bereich der Rampe in der Durlacher Allee die Betonage der Wände weiter.

Auf dem Marktplatz dauert der stete Wechsel zwischen Bewehren und Betonieren der Abluftkanäle auf dem Deckel der künftigen Haltestelle an. Ebenfalls betoniert wurde auch einer der Zugänge in Höhe der Pyramide. Die Auffüllung der Baugrube über dem südlichen Deckelbereich beginnt in der nächsten Woche.

Mit 85 Prozent gebohrter Löcher - insgesamt müssen 2.400 Bohrungen ins Erdreich vorgenommen werden - biegen diese Arbeiten auf die Zielgerade ein. Noch länger dauert allerdings das Einfüllen von Feststoff und Weichgel in die Bohrlöcher, um den Untergrund auf den im Spätjahr folgenden bergmännischen Ausbruch dieses Tunnelabschnitts vorzubereiten.

Nördlich und südlich des Ettlinger Tors laufen Ankerarbeiten in der dritten und damit tiefsten Lage. In der Mitte der ehemaligen Straßenkreuzung sind die zehn herzustellenden Schlitzwände in der nächsten Woche hergestellt.

Im Tunnelabschnitt in der Ettlinger Straße südlich der Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße ist die Hälfte der HDI-Sohle ins Erdreich "eingedüst". Zum Herstellen des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum erfolgt derzeit der Aushub der Baugrube sowie das Abstemmen der Schlitzwandköpfe mit Presslufthämmern.

Südlich über dem Tunnelabschnitt in Richtung Augartenstraße sind die Stadtwerke Karlsruhe mit dem Einbau einer neuen Fernwärmeleitung beschäftigt. Zudem wird auch hier Erdreich ausgehoben, um mit den Verankerungen beginnen zu können. Im Bereich der sich daran anschließenden Rampe erfolgen Aushubarbeiten, um anschließend die Aussteifung zu montieren.

Unten gut voran.