Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Unermüdlich treiben die Arbeiter den Haltestellenbau voran

Deckel drauf: Die oberste Decke auf dem Kombibauwerk am Ettlinger Tor ist betoniert. (1)
Abgründe: Der Erdaushub aus dem Stadtbahntunnel-Teil des Kombibauwerks wird über den Nordkopf Ettlinger Tor entsorgt. (2)

Unermüdlich treiben die Arbeiter den Rohbau der Kombilösungshaltestellen voran: Seit einigen Wochen schon laufen im unterirdischen Bauwerk Gleisdreieck, in der Haltestelle Lammstraße und nun auch in der Haltestelle Kronenplatz der Erdaushub, die sich daran anschließende abschnittsweise Betonage der Sohlen und die Herstellung der Wände gleichzeitig nebeneinander her.

Und auch am Europaplatz wird inzwischen der Bau der ersten Bodenplatte vorbereitet, während in den Abschnitten daneben der Erdaushub noch mit LKW über die Rampe Richtung Mühlburger Tor abgefahren wird.

Östlich an die Haltestelle Kronenplatz anschließend wird die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte Tunnelröhre mit Notwegen und mit darin integrierten Kabelleerrohren ausgerüstet, die die für den Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen notwendigen elektrischen Leitungen aufnehmen werden.

Ende dieser Woche geräumt ist die für die Arbeiten mit "Giulia" benötigte Baueinrichtungsfläche über der Haltestelle Durlacher Tor: Die Aufbauten und die Betonfundamente sind entfernt. Teile dieser Fläche werden für den künftigen Innenausbau der Tunnelabschnitte und Haltestellen benötigt. Unterirdisch werden nach wie vor die Wände des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße gebaut.

Oberirdisch werden die Arbeiten in der Durlacher Allee fortgesetzt: Auf der Südseite wird die Herstellung des Rad- und Gehwegs durch das Tiefbauamt fortgesetzt, durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie die westliche Bernhardstraße. Die Stadtwerke verlegen neue Gas- und Wasserleitungen auf der Nordseite der Durlacher Allee.

In der Haltestelle Marktplatz sind noch einige der endgültigen Stationswände zu betonieren. Schwerpunkt in der mit drei Gleisen größten der sieben neuen unterirdischen Haltestellen ist der Bau der Zwischendecke über dem dritten Gleis entlang der Ostseite der Haltestelle, die zur Bodenplatte hin mit einer Stahlbetongalerie abgestützt wird.

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße startet der Vortrieb für die verbleibenden acht Meter Sand und Kies bis zur Nahtstelle zur Haltestelle Marktplatz, nachdem der zweite Rohrschirm erfolgreich gebohrt wurde.

Das Kombibauwerk ist in seinem untersten (Stadtbahntunnel-)Teil bald nach zwei Seiten hin offen: Nach Norden läuft schon der Erdaushub, da die Zwischenwand in den Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor geöffnet wurde. Im Südkopf wird die trennende Schlitzwand Anfang nächster Woche beseitigt sein - sie wurde vorbereitend in Stücke gesägt. Oben auf der Doppeltunnel-Konstruktion wurde die Decke betoniert, unter der später die Autos fahren und auf der die Straßenbahnen in der Kriegsstraße verkehren werden.

Die letzten Tunnelwände werden im sich südlich an die Kriegsstraße anschließenden Tunnelabschnitt gebaut, während benachbart obendrüber der Straßenbau für den Endzustand der Ettlinger Straße fortgesetzt wird. In der Haltestelle Kongresszentrum werden die Primärstützen, die bis zur Herstellung der endgültigen Stationswände die Deckenlast teilweise getragen haben, entfernt. Daneben entstehen die endgültigen Betoneinbauten für die Wände und auch schon für die Fahrtreppen.

Über dem Tunnel zwischen Haltestelle Kongresszentrum bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße werden die Oberflächenarbeiten an der Ettlinger Straße fortgesetzt. Der Tunnel wird mit Erdreich überschüttet, danach beginnt der Straßenbau.

Unten gut voran.