Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Unter dem Marktplatz ist das Erdreich fast komplett ausgebaggert

Abbruch nach Plan: Die Tunnelröhre innerhalb der Haltestelle Europaplatz ist bereits ge-öffnet und wird zusammen mit dem Erdreich in den nächsten Wochen aus dem Halte-stellenbauwerk entfernt. (1)
Durchblick: Von dem bereits vom Erdaushub befreiten Bereich der Haltestelle Europaplatz aus ist der Blick in die Tunnelröhre zum nach Westen hin abdichtenden Schott möglich. (2)
Unter Druck: Der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße wächst allmählich vom Ettlinger Tor aus in Richtung Marktplatz. (3)

Der Aushub von Erdreich unter den Deckeln der künftigen unterirdischen Haltestellen erreicht mit dem Ende dieser Woche ein wichtiges Etappenziel: Denn dann ist die Haltestelle Marktplatz zwischen den Schlitzwänden vom Rathaus bis zur Stadtkirche und von der Hebelstraße bis auf Höhe der Pyramide nahezu komplett bis auf die Endtiefe von 15,50 Metern unter der Straßenoberfläche ausgebaggert - das entspricht 35.000 Kubikmetern Sand und Kies. Die nächsten Schritte erfolgen ab Montag: Zunächst wird eine Drainage unterhalb der späteren Sohle eingebaut, bevor auf den Boden eine "Sauberkeitsschicht" aufgebracht wird, auf der dann die Bewehrung für die Betonage der endgültigen Sohle aufgebaut werden kann.

Der Aushub geht auch unter den Deckeln der anderen unterirdischen Kombilösungs-Haltestellen entlang der Kaiserstraße weiter: Am Europaplatz hat der Abbruch der Tunnelröhre begonnen. In der Lammstraße und im Bereich des angrenzenden Gleisdreiecks sind die Bagger dabei, die Tunnelröhre innerhalb der Haltestelle und des Gleisdreiecks freizulegen, und am Kronenplatz kann nach dem Abschluss des Voraushubs der Andienöffnung der Aushub übernächsten Montag starten.

Am Mühlburger Tor hat in dieser Woche der Gleisbau auf der Südseite begonnen. In der übernächsten Woche wird auf der Südseite des Kaiserplatzes mit dem Rückbau des alten Gleisbogens begonnen, um ihn zu ersetzen. Im Tunnelabschnitt zwischen Rampe und dem Westende der durch die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" gebauten Tunnelröhre werden die Wände betoniert.

Am östlichen Ende des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße werden die letzten Tunneldecken zwischen der Haltestelle Durlacher Tor - in der die endgültige Sohle und die Wände hergestellt werden - und der Rampe betoniert. An den schon hergestellten Decken läuft bereits die Abdichtung und teilweise sogar schon das Verfüllen mit Erdreich.

An der Haltestelle Lammstraße südlich der Kaiserstraße wird noch am Fahrgastzugang gearbeitet.

Der "Sabine"-Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße wächst stetig weiter. Bisher wurden etwa neun Meter der "Kalotte" - des oberen, zuerst zu bauenden Teils der Tunnelröhre - hergestellt. Auf dem Südabzweig im nördlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße dauern parallel dazu die Injektionen von Feststoff und Weichgel zur Vorbereitung des Bodens für den bergmännischen Ausbruch des "Sabine"-Tunnels an.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor läuft das Abstemmen der Schlitzwandköpfe. Ab Montag beginnt gleichzeitig dazu das Verankern der Schlitzwände.

Im südlich sich an die Haltestelle Ettlinger Tor anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße wird nach wie vor am Bau der endgültigen Sohlen und der Wände gearbeitet beziehungsweise werden im Vorfeld dieser Arbeiten die Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht versehen.

Im Tunnelabschnitt südlich der Kreuzung erfolgt der Erdaushub bis auf acht Meter unter Geländeoberkante. Zudem werden die Schottwände zwischen diesem Tunnelabschnitt und der Haltestelle Kongresszentrum abgebrochen, damit dann voraussichtlich ab übernächster Woche der Aushub unterhalb des Deckels des Haltestellenbauwerks beginnen kann.

Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt erfolgt der Aushub von Erdreich bis zur Endtiefe. An der Rampe bis zur Augartenstraße werden weitere Wände und Sohlenabschnitte hergestellt.

Unten gut voran.