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Untersuchungen rund um „Giulia“ gehen in die nächste Runde

Die Untersuchungen und auch die Reparatur möglicherweise entstandener Schäden an der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" gehen in die nächste Runde: Nachdem in der zurück liegenden Woche der durch nachgesacktes Erdreich vor dem Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine entstandene Trichter über einen Einstieg von oben - das so genannte "Mannloch" - begutachtet wurde, wird jetzt das Wasser innerhalb des unterirdischen Bauwerks Gleisdreieck so weit wie möglich - nämlich bis zur Sohle des Schneidrads - abgesenkt. Das Wasser wird dabei aber lediglich aus dem Haltestellen-Bauwerk abgepumpt - ein Absenken des Grundwassers außerhalb des Bauwerks findet nicht statt.

Voraussichtlich an diesem Montag (13. April) erfolgt dann durch Tunnelbau-Experten ein Inspektionseinstieg von innen durch die Maschine in die Abbaukammer mit dem Schneidrad. Der Einstieg erfolgt unter Druckluft über in "Giulia" integrierte Druckkammern, um dem anstehenden Erddruck zu begegnen. Bei der Begehung steht die Aufnahme möglicherweise im Abbaubereich an der Maschine entstandener Schäden im Mittelpunkt: Schäden beispielsweise an den Abbauwerkzeugen können durch den Ersatz der Teile problemlos und unmittelbar repariert werden.

Außerdem wird durch das "Mannloch" im Deckel der Haltestelle der Schlamm aus dem durch nachgesacktes Erdreich entstandenen Trichter abgesaugt. Sodann erfolgt ebenfalls durch das "Mannloch" eine Aufnahme des durch die Nachsackung ausgelösten Geschehens. Unter dem Aspekt eines sicheren und zügigen Wiederanfahrens der Tunnelvortriebsmaschine werden derzeit zwei Varianten zur Stabilisierung des Erdreiches über und vor dem Schneidrad näher diskutiert. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, fällt schließlich die Entscheidung über das zielführende Verfahren.

Unterdessen sind am Mühlburger Tor die Arbeiter auf dem zuletzt eröffneten Baufeld inmitten der Straßenkreuzung dabei, mit dem Bau der Leitwände die Herstellung der Schlitzwände vorzubereiten. Die Herstellung der Schlitzwände ist in zwei Wochen geplant. Im Bereich der Rampe werden noch Anker gespannt. Im Baufeld östlich der Straßenkreuzung wird ebenfalls weiter Erdreich ausgehoben, bevor dann auch hier weitere Ankerungsarbeiten vorgenommen werden können. In der Leopoldstraße nördlich der Kaiserstraße wird aktuell ein Kanalschacht gebaut, mit dem Bau eines zweiten Schachtes südlich der Kaiserstraße wird in zwei Wochen begonnen.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße werden zwischen Ritterstraße und Lammstraße ab nächster Woche die Konsolen für die provisorisch verlegten Leitungen entfernt, so dass danach auch hier die Straßenoberfläche bis zu den Gebäudefassaden geschlossen werden kann. Am Zugang Lammstraße Nord werden in dieser Woche die Sohle und in der nächsten Woche die Wände für die Betonage bewehrt. Die Bewehrung für den an der Ecke Kaiserstraße/ nördliche Lammstraße noch fehlenden Teildeckel ist für die übernächste Woche vorgesehen.

In der Durlacher Allee werden im Tunnelabschnitt Wände verankert. Im Bereich der Rampe steht in den bereits mit der Sohle ausgestatteten Abschnitten der Bau der Rampenwände auf dem Bauprogramm.

Nachdem seit Mittwoch auch der am südlichen Ende des Marktplatzes gelegene und letzte Teildeckel betoniert wurde, werden darauf jetzt die Bewehrungsarbeiten für die Entlüftungskanäle der Haltestelle vorgenommen.

An fünf Tagen in der Woche werden in der Karl-Friedrich-Straße Bohrungen für die Injektion von Weichgel und Feststoff zur Vorbereitung auf den bergmännischen Tunnelbau dieses 250 Meter langen Abschnitts hergestellt. Die Injektionen laufen sogar an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr.

Nördlich des Ettlinger Tors werden unterhalb des Deckels die Schlitzwände der künftigen unterirdischen Haltestelle mit einer Spritzbetonschicht versehen. Ab Montag steht Fußgängern zwischen Rondellplatz und Kriegsstraße auch wieder die westliche Straßenseite vor dem Einkaufszentrum zur Verfügung. Südlich des Ettlinger Tors wird unterhalb des Deckels bis zur nächsten Woche an der zweiten Ankerlage der Schlitzwände gearbeitet. Zudem werden hier im Zugang Südost - unmittelbar vor dem Informationspavillon "K." der Kombilösung - Treppenlauf und Wände betoniert. Der Abbruch der Wände sowie der Sohle der früheren Unterführung Ettlinger Tor wird voraussichtlich bis Mitte April abgeschlossen sein, so dass dann mit dem Bau der Baugrube für das Kombi-Bauwerk begonnen werden kann.

Beim Tunnelabschnitt in der Ettlinger Straße zwischen der Kreuzung Baumeister-/Hermann-Billing-Straße und der Haltestelle Kongresszentrum werden die Schlitzwandarbeiten noch etwas mehr als eine Woche fortgesetzt. An der Haltestelle Kongresszentrum wurde in dieser Woche mit der Weichgelinjektion in die zuvor gebohrten Löcher begonnen. Die Arbeiten, die keinen Lärm verursachen, laufen bis übernächsten Samstag (18. April) an allen Tagen im 24-Stunden-Betrieb.

In dem sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum in der Ettlinger Straße anschließenden Tunnelabschnitt steht die Qualitätskontrolle der Dichtsohle an. Im Bereich der südlichen Rampe dauern die HDI-Arbeiten für die Sohle an.

Unten gut voran.