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Zwei weitere Baufelder werden auf den Tunnelbau vorbereitet

In der Kriegsstraße wird in den Baufeldern W 4 unmittelbar westlich des Ettlinger Tors sowie O 4 direkt östlich des Ettlinger Tors der Tunnelbau mit der Injektion von Weichgel vorbereitet: Das Weichgel dichtet die Baugrube gegen von unten eindringendes Grundwasser ab und sorgt zusammen mit dem ebenfalls wasserdichten Baugrubenverbau – in Schlitzwände eingestellte Spundwände oder Drehbohrpfähle – dafür, dass die Arbeiten auch unterhalb des in der Karlsruher Innenstadt in einer Tiefe ab 4,50 Meter anstehenden Grundwassers möglich sind. Damit stehen zwei weitere Baufelder bereit für den Beginn des Tunnelbaus – in den beiden Baufeldern O 2 und W 3 ist der Tunnelbau aktuell im Gange und in den beiden Baufeldern O 1 und W 2 ist er bereits im Rohbau abgeschlossen.

Der Tunnelabschnitt im Baufeld W 4 wird an den im Bau befindlichen Abschnitt im W 3 anschließen, der seinerseits bereits an den hergestellten Abschnitt im W 2 herangebaut wird. Damit gibt es in absehbarer Zukunft dann schon einen zusammenhängenden Tunnel zwischen Ritterstraße und Ettlinger Tor. Der aktuell im Bau befindliche Abschnitt in O 2 grenzt an den bereits hergestellten Abschnitt O1 an – damit steht bald der Tunnel zwischen Rampe in der Ludwig-Erhard-Allee und dem Mendelssohnplatz.

In den Baufeldern O 2 unter sowie westlich und östlich des Mendelssohnplatzes sowie im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden die Tunnelsohlen, die Tunnelaußenwände, die Tunnelmittelwände, die den Tunnelkörper zum Betrieb als Autotunnel in zwei Hälften teilt, und die Tunneldecken betoniert. Im Baufeld O 2 wurden auf der ersten bereits betonierten Tunneldecke Versorgungsleitungen verlegt, die die Innenstadt Ost mit der Südstadt und der Südstadt Ost verbinden und die aber noch quer über das Baufeld O 3 verlaufen. Derzeit werden die neu verlegten Versorgungsleitungen mit dem bestehenden Netz verbunden und dabei auch die alten, das Baufeld O3 querenden Leitungen getrennt, damit der Rückbau dieser alten Leitungen beginnen kann, so dass das Baufeld O 3 für den Tunnelbau leitungsfrei zur Verfügung steht.

Bevor der Tunnelbau im Baufeld O 3 mit dem Aushub der Baugrube richtig starten kann, muss noch der seitliche Baugrubenverbau dieses Baufeldes mit dem Baugrubenverbau des östlich angrenzenden Baufeldes O 2 verbunden werden. Daher wird am Dienstag nach Pfingsten, 11.06.2019, der Fußgängerverkehr, der die Kriegsstraße westlich des Mendelssohnplatzes quert, näher an die Hilfsbrücken auf die erste im Abschnitt O2 bereits betonierte Tunneldecke verlegt. Der Wender für den Kfz-Verkehr westlich des Mendelssohnplatzes rückt dafür noch um einige Meter weiter nach Westen. Der von Nord nach Süd den Mendelssohnplatz querende Radverkehr wird zusammen mit den Fußgängern über den Tunneldeckel und direkt auf den nach Süden in der Rüppurrer Straße führenden Radfahrstreifen geführt.

Fortgesetzt werden im Baufeld W 1 am Karlstor die Arbeiten am Baugrubenverbau. Bis zu 20 Meter tief ins Erdreich werden Bohrpfähle hergestellt. Gleichzeitig im Bau ist auch eine Dichtwand (in Schlitzwände eingestellte Spundwände), die die einzelnen Bauabschnitte vor Eindringen von Grundwasser schützt.

Für die noch anstehende Weiterführung des Tunnelbaus unter dem Karlstor hindurch muss der dort nach den alten Bauunterlagen noch vorhandene Baugrubenverbau aus der Zeit der Herstellung der heutigen Unterführung erkundet werden. Dafür sind Suchgrabungen in den bevorstehenden Ferien erforderlich. Für diese Suchgrabungen muss in der Woche vom 11. bis 14. Juni der von Norden auf das Karlstor zufahrende, das heißt der aus der Innenstadt ausfahrende, Verkehr nach rechts, nach Westen umgeleitet werden. Eine direkte Weiterfahrt über das Karlstor nach Süden und als Linksabbieger in die Kriegsstraße nach Osten ist in dieser Woche nicht möglich. Allerdings erreichen über den im Bereich der Hirschstraße bereits eingerichteten Wender die nach Süden in die Karlstraße oder nach Osten in die Kriegsstraße fahrenden Autos ihre Ziele. Für die Radfahrenden und die Fußgänger ergeben sich keine Änderungen.

In der Woche vom 17. bis 21. Juni muss für die Suchgrabungen dann der Wender westlich des Karlstors gesperrt werden. Autos, die von Westen auf das Karlstor zufahren und zurück nach Westen wollen, müssen bis zur Ritterstraße fahren und dort nach Westen zurück fahren. Auch in dieser Zeit sind für die Radfahrenden und die Fußgänger am Karlstor keine Äderungen gegenüber der heutigen Führung erforderlich.

Beim Innenausbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in Richtung Hauptbahnhof nähert sich der Gleisbau im westlichen Teil des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße dem Ende zu: Die Gleise liegen nahezu auf voller Länge zwischen dem Gleisdreieck unter dem Marktplatz und der Rampe Mühlburger Tor auf beiden Hälften des Fahrwegs. Im Bereich des Gleisdreiecks werden die Gleise mit Beton in eine „feste Fahrbahn“ eingegossen – das verhindert später beim Befahren der Kurven im Gleisdreieck, dass sich die Schienen aus ihrer Lage herausbewegen können. In den Tunnelabschnitten und den Haltestellen liegen die Gleise dagegen auf einem Schotterbett.

Montiert wird in der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor die Deckenverkleidung vom Raumgerüst, das die ganze Haltestelle ausfüllt mit Ausnahme des Raums oberhalb der Gleise. Die Decken- und auch die obere Wandverkleidung ist ähnlich gestaltet wie die bereits montierten Betonwerksteine – hellweiß.

Die an Wänden und auf Böden verwendeten Betonwerksteine werden derzeit in der Haltestelle Marktplatz montiert, in der Haltestelle Ettlinger Tor hat die Montage der Kunststeine an den Bahnsteigkanten begonnen.

Handwerker sind zudem damit beschäftigt, elektrische Leitungen und Anlagen zu installieren. In die vom Rohbau hergestellten Aussparungen werden Rolltreppen und Aufzüge eingepasst.

Aktuelle Verkehrsinformationen zu Baustellen und Umleitungen gibt es im Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe: mobilitaet.trk.de

Aktuelle Informationen zum ÖPNV in der Region: kvv.de

Unten gut voran.