Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Aufzüge, Fahrtreppen und Betonwerksteine geben den Takt vor

Sitzt: In der Haltestelle Durlacher Tor werden die Bodenplatten und auch die Wandplatten befestigt. (1)
Passt: In der Haltestelle Kronenplatz wird die Unterkonstruiktion für die Haltestellen-Innenauskleidung befestigt. (2)
Schwebt: Fahrtreppen werden in die Treppenabgänge der Haltestelle Kongresszentrum eingehoben und montiert. (3)

Nachdem sich die unterirdischen Arbeiten am Stadtbahn- und Straßenbahntunnel inzwischen nur noch auf das Durchspülen der in der Tunnelsohle verlegten Drainage beschränken, hat der Innenausbau praktische alle sieben neuen Haltestellen und die dazwischenliegenden Tunnelabschnitte ganz für sich allein. Daher werden Arbeiten an gleichen Gewerken hin und wieder auch in zwei Haltestellen gleichzeitig ausgeführt. So sind beispielsweise die Fachbetriebe, die die Fahrtreppen und die Aufzüge montieren, derzeit in den Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum mit dem Zusammensetzen der Einzelteile beschäftigt. Gleiches gilt auch für das Unternehmen, das die Betonwerksteine als helle Wand- und Bodenverkleidung montiert: Während die Haltestelle Durlacher Tor bereits über größere bereits verkleidete Wand- und Bodenflächen verfügt, läuft in der Haltestelle Kronenplatz noch die Montage der Unterkonstruktion sowie das Verlegen der Bahnsteigkanten.

Auch in der Haltestelle Europaplatz zieht jetzt die Technik ein, die den Fahrgästen das Erreichen der Bahnsteige erleichtern wird: Hier werden an der Oberfläche die sogenannten Mundhäuser für die Aufzüge montiert und unterirdisch die stählernen Gerüste in den Schächten, in denen der Aufzug unterwegs sein wird.

Der Fachmann für das "Stocken" - das Aufrauen des Rohbaubetons - lässt seinen Meißel aktuell in der Haltestelle Marktplatz kreisen. Hier werden die Wände der Zwischenebenen bearbeitet, deren raues Aussehen dann auch den Endzustand darstellt.

Die Elektriker ziehen vorzugsweise in Nachtarbeit ihre kilometerlangen Leitungen. Die Enden der Leitungen werden dann auch bis in die elektrischen Betriebsräume geführt.

Oberirdisch bleibt für die Arge Stadtbahntunnel noch ein täglich schwindender Rest an Arbeiten: Das Durlacher Tor verfügt inzwischen über nahezu alle Verkehrsflächen für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Bis Dezember müssen nur noch wenige Asphalt- und Pflasterarbeiten erledigt werden.

Beim zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem Autotunnel darunter, beherrscht im Baufeld O 2, das sich östlich und westlich der inzwischen in Betrieb genommenen Gleishilfsbrücken erstreckt, jetzt die Herstellung der Baugrube für den Bau des Autotunnels unter diesem Abschnitt der Kriegsstraße das Geschehen. Im östlichen Teil ist der Schlitzwandgreifer noch mit der Herstellung der seitlichen Baugrubenwände beschäftigt, während im westlichen Teil bereits die Leitwände, die dem Schlitzwandgreifer zur exakt senkrechten Führung nach unten dienten, abgebrochen werden. Und die Arbeiter sind weiterhin mit dem Aushub des Erdreichs bis zur ersten Ankerlage und eben auch mit dem Verankern der Spundwände in das dahinter liegende Erdreich beschäftigt. In den ausgehobenen Baubgrubenflächen folgen Bohrungen, um Lanzen (Kunststoffröhrchen) in die Tiefe zu bringen, durch die dann Weichgel zur Abdichtung der Baugrube gegen das Eindringen des Grundwassers von unten eingepresst werden wird.

Westlich vom Mendelssohnplatz im Baufeld O 3 läuft der Straßenbau auf dem betonierten Kragarm. Die bauzeitliche Fahrbahn verläuft zu einem Teil später über der Baugrube, um einerseits die Durchgängigkeit der Kriegsstraße zu gewährleisten und andererseits auf diese Weise den Bau des Autotunnels unter den Kragarmen zu ermöglichen. Auch im Baufeld O 4 hat der Bau solcher Fahrbahnen begonnen. Ab Anfang Dezember wird dann bereits mit der Herstellung der nördlichen Baugrubenabsicherung in den Baufeldern O3 und O4 begonnen.

Im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße sind derzeit ebenfalls viele Arbeiten zu beobachten, die gleichzeitig nebeneinander ablaufen: Erdreich wird ausgehoben, in den ausgehobenen Bereichen werden dann auch gleich die Schlitzwände verankert. Zudem erfolgen auch hier die Bohrungen für die Lanzen, durch die die Weichgelsohle injiziert wird.

In jenen Bereichen, in denen wegen Hindernissen im Untergrund Schlitzwände mit den eingestellten stählernen Spundwänden nicht hergestellt werden können, "versenken" die Arbeiter Bohrpfähle in bis zu 20 Metern Tiefe ins Erdreich.

Unten gut voran.