Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Der Mendelssohnplatz wird fit gemacht für die Hilfsbrücken

Schweres Gerät: Östlich des Ettlinger Tors entstehen Bohrpfähle, die bis zu 20 Meter in die Erde reichen. (1)
Alles im Fluss: In der Haltestelle Marktplatz werden die Bahnsteigoberflächen betoniert. (2)
Sitzt perfekt: In der Haltestelle Kongresszentrum hängen die ersten Betonwerksteine an den Wänden. (3)

Noch ist der Mendelssohnplatz für die Stadtbahnen und Straßenbahnen gesperrt, bis ab Mitte November der Bahnverkehr über die bis dahin eingebauten beiden Hilfsbrücken rollen kann. Die Vorbereitungen zum Einheben der Brücken - sie sind jeweils etwas mehr als 24 Meter lang und überbrücken die Baugrube des entstehenden Tunnels mit einer Außenbreite von etwa 19 Metern - laufen indes bereits auf Hochtouren. So läuft derzeit auf der Mitte der Kreuzung - also in dem Bereich, auf den die Brückenelemente gelegt werden - die Kampfmittelsondierung. Unmittelbar darauf entstehen die Leitwände für den Schlitzwandgreifer, der den Aushub für die Dichtwände mit der eingestellten Spundwand ausführen wird. Die Dichtwände bilden hier auch die beiden Widerlager, die die Brückenlast aufnehmen. Danach kann unter den beiden Brücken der Tunnel im Baufeld O 2 - es erstreckt sich auf dem sowie westlich und östlich vom Mendelssohnplatz hergestellt werden.

In den anderen Baufeldern der Kriegsstraße läuft der Tunnelbau routiniert ab: Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee wird an den Wänden der Rampen gearbeitet, die in den beziehungsweise aus dem Autotunnel führen. Auf der anderen Seite des Mendelssohnplatzes in den Baufeldern O 3 und O 4 bis zum Ettlinger Tor werden die "Kragarme" und die "Kragplatten" hergestellt - Flächen auf den bereits hergestellten Bohrpfahlwänden, die die nutzbare Straßenbreite etwas erweitern und auf denen Autos fahren können, während darunter am Tunnel gearbeitet wird.

Im Baufeld W 3 westlich vom Ettlinger Tor bis zur Lammstraße entstehen nach wie vor Schlitz- beziehungsweise Dichtwände, in die Spundwände eingestellt werden, sowie Bohrpfahlwände. Der Baugrubenverbau dient nicht nur der Sicherung der zeitweise bis zu 13 Meter tiefen Baugrube, sondern bei der Betonage der Tunnelwände auch als Schalung auf der Außenseite. Zur Aufstellung eines Spritzschutzes, um die Fahrzeuge auf der an der Baustelle vorbeiführenden Straße vor spritzendem Bohrwasser zu schützen, sind hier Einschränkungen der Kfz-Fahrbahnen erforderlich. So muss in der Zeit bis voraussichtlich 8. Oktober 2018 der Kfz-Verkehr zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße in Fahrtrichtung Westen einstreifig an der Baustelle entlang geführt werden.

Im westlichsten der bisher eröffneten Baufelder W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße entsteht oberirdisch bis Ende Oktober auf Höhe der Ritterstraße ein kleiner Kreisverkehr, während der Tunnel darunter im Rohbau fertiggestellt ist.

Am Durlacher Tor stellen die Arbeiter an der Oberfläche jetzt noch den Rest der Straßen, Rad- und Gehwege fertig. Diese Arbeiten dauern bis zum Jahresende. Zudem entstehen noch die Bahnsteige im Bereich der in Richtung Nordosten fahrenden Bahnen. Diese und die in der Durlacher Allee liegende Haltestelle werden im Dezember in betrieb genommen.

Der unterirdische Rohbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnel neigt sich dem Ende zu: In der Haltestelle Marktplatz ist nur ein Teil der Bahnsteigoberflächen zu betonieren, gleiches gilt für die Bahnsteige in der Haltestelle Ettlinger Tor.

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels ist geprägt vom "Wandern" der einzelnen Gewerke durch die verschiedenen Haltestellen: So sind die für das Aufrauen ("Stocken") der Haltestellenwände in den Treppenabgängen und den Zwischenebenen zuständigen Arbeiter derzeit in der Haltestelle Lammstraße, im Gleisdreieck und unter dem Europapplatz unterwegs. Aufzugswände werden in der Haltestelle Lammstraße mit Sand gestrahlt und anschließend gespachtelt. Die Bahnsteige in der Haltestelle Kronenplatz werden ebenfalls derzeit abgestrahlt: Anschließend wird ein Schutzanstrich aufgetragen, und zu einem späteren Zeitpunkt werden auch hier die sehr hellen Betonwerksteine aufgelegt, die auch die Wände der Haltestellen verkleiden. Hier ist das damit beauftragte Unternehmen in den Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum mit der Montage der Unterkonstruktion und dem Einbau der ersten Betonwerksteine beschäftigt.

Unten gut voran.