Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Die letzten Tage der Lammstraßen-Brücke haben begonnen

Überweg mit Ampel: Auf Höhe der Ritterstraße (rechts) können Fußgänger und Radler die Kriegsstraße ab Montag (5. Februar) queren. (1)
Grünes Licht: Der Verkehr in der Kriegsstraße östlich vom Ettlinger Tor rollt ab Montag (5. Februar) auf neuen Fahrbahnen. (2)
In die Tiefe: In einem Teilbereich der Baugrube zwischen Lamm- und Ritterstraße ist der Restaushub erfolgt – jetzt beginnt die Herstellung der Tunnelsohle. (3)
Beton-Stocken: Die gestalterischen Arbeiten an den Haltestelleninnenwänden im Bereich der Treppenabgänge und Zwischenebenen laufen jetzt in der Haltestelle Durlacher Tor. (4)

Beim Umbau der Kriegsstraße im Zuge der Kombilösung kündigt der frisch eingerichtete Ampel-geregelte Überweg über die Kriegsstraße auf Höhe der Ritterstraße gleichzeitig auch das Ende der benachbarten Fußgängerbrücke auf Höhe der Lammstraße an: Mit der Inbetriebnahme des ebenerdigen Überwegs am Montag (5. Februar) verbleibt noch eine Woche Zeit zur Nutzung der Brücke. Am 12. Februar wird die Brücke dann gesperrt und in den folgenden Tagen mit Stützpfeilern unterbaut. Ab Samstag (24. Februar) abends um 21 Uhr gehen die Arbeiter dann schließlich ans Eingemachte: Wie vor einem knappen Jahr schon bei der Brücke auf Höhe der Ritterstraße wird in der Nacht auf und am Sonntag die Brücke zersägt. Die einzelnen Teile werden zunächst in der Mitte der Kriegsstraße gelagert und in den folgenden Tagen zerkleinert und mit LKW abgefahren. In der Nacht auf Montag, spätestens aber am sehr frühen Montagmorgen wird die Vollsperrung der Kriegsstraße in beide Richtungen aufgehoben und der Verkehr kann wieder fließen.

Gleich neben der Brückenbaustelle im Baufeld W 2 zwischen Lamm- und Ritterstraße wird ab nächster Woche der erste Abschnitt der Tunnelsohle hergestellt: Der Restaushub von Erdreich ist bis dahin ebenso erledigt wie das Verankern der Spundwände auch in der zweiten, der tieferen Lage.

Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee ist die Weichgelsohle eingebaut. Sie soll die Baugrube nach unten gegen das Grundwasser abdichten. Ob das gelungen ist, wird mit dem Ergebnis des in diesen Tagen beginnenden Pumpversuches nachgewiesen: Das in der Baugrube befindliche Grundwasser wird zunächst abgepumpt. Danach wird gemessen, ob der Nachfluss von Grundwasser von außerhalb der Baugrube in den vorgegebenen Grenzwerten bleibt. Ist das der Fall, "wiederholen" sich hier die im Baufeld W 2 gerade abgeschlossenen Arbeiten: Das Erdreich wird weiter ausgehoben, die Wände verankert und dann die Sohle für den Tunnel und die Rampen hergestellt.

In den Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor fahren die Autos ab Montag (5. Februar) auf der Nordseite auf der provisorisch angelegten Fahrbahn. Die in der Gegenrichtung von Westen nach Osten fahrenden Autos nutzen ab 12. Februar ebenfalls eine provisorische, nach Norden auf die Mittelachse der Kriegsstraße verlegte Fahrbahn, damit die Richtungsfahrbahnen nach Osten für einen weiteren Zwischenzustand am südlichen Rand der Kriegsstraße gebaut werden können. Letztlich wird durch die Verlegung des Fahrzeugverkehrs auf der Kriegsstraße an die äußersten Straßenränder der für die Baumaschinen notwendige Platz für den Tunnelbau geschaffen.

Beim Bau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit Abzweig in die Ettlinger Straße schließt sich auch am Europaplatz allmählich die Andienöffnung im südwestlichen Bereich: Die zur Absturzsicherung angebrachten Winkel-Elemente werden entfernt, anschließend wird die Öffnung mit einer Schalung von unten ausgestattet, bewehrt und betoniert. In der Haltestelle wie auch in den Nachbarstationen Lammstraße und Marktplatz werden Treppenaufgänge, Verteilerebenen für die Fahrgäste und Brüstungen betoniert, Arbeiter errichten Mauern für die Betriebs- und Technikräume. In der Haltestelle Kronenplatz entstehen die vorderen Kanten der Bahnsteige. Auf dem Deckel der Haltestelle Marktplatz werden im Bereich der dort bereits geschlossenen südlichen Andienöffnung noch die Schächte für die Rauch-Wärme-Abführung betoniert.

Im nördlichen Teil der Haltestelle Ettlinger Tor werden "unten" die Stationswände betoniert, während "oben" die Stadtwerke zwischen Rondellplatz und Ettlinger Tor Gas- und Wasserleitungen verlegen und wenige Meter weiter südlich im Bereich des Ettlinger Tors Fernwärmeleitungen.

Die Stockarbeiten sind nun von der Haltestelle Kongresszentrum in der Haltestelle Durlacher Tor gewandert: jetzt werden hier die gestalterischen Arbeiten im Rahmen des Innenausbaus ausgeführt, bei denen der "glatte" Beton im Bereich der Treppenabgänge sowie der Zwischenebenen wie im Gestaltungskonzept vorgesehen mit einem Meißel aufgeraut wird.

Im südlichen Bereich der Ettlinger Straße entsteht auf Höhe der Augartenstraße eine neue oberirdische Haltestelle.

Unten gut voran.