Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Nahziele am Mendelssohnplatz sind Einheben der Brücken und Wiederaufnahme des Bahnbetriebs

Vor dem Brückenbau: Über die bereits auf dem Mendelssohnplatz ausgehobene Baugrube werden die Hilfsbrücken gelegt. (1)
Fest gemauert in der Erden: Schlitzwände entstehen im östlichen Teil des Baufelds O 2 auf Höhe des Supermarkts am Mendelssohnplatz. (2)
Oben Straße, unten Tunnelbau: Auf der betonierten Fläche zwischen Meidinger und Adlerstraße entstehen provisorische Fahrbahnen, darunter der Autotunnel. (3)

Am Mendelssohnplatz haben die Arbeiter zwei Termine fest im Blick: In der Nacht vom 3. auf den 4. November werden mit großen Kränen die beiden Hilfsbrücken auf die bis dahin vorbereiteten Brückenauflager gehoben. Gerade mal eine Woche später - ab 10. November - werden dann die ersten Stadtbahnen und Straßenbahnen die beiden Brücken nutzen, um die gewohnte Linienführung auf dem Südabzweig von der Kaiserstraße über Kronenplatz, Mendelssohnplatz und in die Rüppurrer Straße beziehungsweise umgekehrt wieder aufzunehmen.

Dass der Plan auch tatsächlich pünktlich in die Realität aus Stahl und Beton umgesetzt wird, gilt als sicher: Denn im Baufeld O 2 zwischen der Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee und der Heinrich-Hübsch-Schule in der Kriegsstraße stehen bereits die Stahlspundwände, die die Baugrube für den Tunnel absichern und später auch die nach außen liegende Schalung für die Tunnelwände bilden. Der Aushub bis hinunter zur ersten Ankerlage hat ebenso begonnen wie die Verankerung der Spundwände und das Herstellen der Weichgelsohle, die verhindert, dass Grundwasser von unten in die Baugrube hochsteigt.

Im östlich benachbarten Baufeld O1 - hier begannen die Arbeiten zum Umbau der Kriegsstraße mit einer Gleistrasse oben und einem Autotunnel unten im April vergangenen Jahres - stehen die Zeichen bereits auf Rückzug der Bauarbeiter: Hier ist nur noch der Rückbau des Baugrubenverbaus entlang der Rampen, die die Autos zur Ein- beziehungsweise Ausfahrt für den Tunnel nutzen werden, zu sehen.

Während westlich vom Mendelssohnplatz im Baufeld O 3 noch die Kragplatten hergestellt werden, auf denen während des Autos fahren können, während darunter der Tunnel entsteht, wird im Baufeld O 4 auf der Südseite bereits die provisorische zweistreifige Fahrbahn gebaut, die den Verkehr auf den Kragarmen aufnimmt.

Noch weiter westlich, im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße, läuft der Aushub der Baugrube im Westen des Baufeldes. Parallel wird der Baugrubenverbau in der oberen, der ersten Lage verankert. Am anderen, dem östlichen Ende von W 3 stellen die Arbeiter Bohrpfähle her.

Am Bau des Verkehrsknotens auf Höhe der Ritterstraße innerhalb des Baufelds W 2 wird noch gearbeitet - schließlich soll die Querung der Kriegsstraße hier ab November möglich sein.

Der Rohbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels liegt nun endgültig in den letzten Zügen. Denn lediglich noch Spülarbeiten der in die Tunnel- und Haltestellensohlen eingebauten Drainagen sowie Restarbeiten wie etwa die "Betonkosmetik" - das Ausbessern von Unregelmäßigkeiten - stehen auf dem Plan der Arbeiter.

Die Verkehrswege an der Oberfläche des Durlacher Tors haben bereits deutliche Formen angenommen - bis zum Jahresende wird allerdings der Bau der endgültigen Fahrbahnen, der Rad- und Gehwege noch dauern.

Im Rahmen des Innenausbaus montieren in den Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz Spezialisten Fahrtreppen. Ganz mit dem Aussehen der Haltestellen beschäftigt sind dagegen die Handwerker in der Haltestelle Durlacher Tor, in der die helle Betonsteinverkleidung auf die Wände und zusammen mit dem taktilen Leitsystem für Sehgeschädigte auf den Boden montiert wird. In den Haltestellen Lammstraße und Marktplatz führen Handwerker Meißel über die Wände der Zwischenebenen und der Treppenabgänge: Die vom Rohbau hinterlassenen glatten Betonwände werden in einem speziellen Verfahren aufgeraut.

Unten gut voran.