Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Und wieder schließen sich Löcher im Herzen der Stadt

Bald zu: Der Rauch-Wärme-Abzug auf der früheren Andienöffnung ist betoniert – jetzt kann auch dieses Loch auf dem Marktplatz geschlossen werden. (1)
Rege Betriebsamkeit: In der Haltestelle Europaplatz stehen Treppenabgänge und Zwischenebene auf dem Plan der Arbeiter. (2)
Nimmt Formen an: In der Haltestelle Lammstraße wird an Bahnsteigen (vorn) und an der Fahrgastbrücke gearbeitet, die beide Bahnsteige in luftiger Höhe miteinander verbindet. (3)
Maurer am Werk: In der Haltestelle Lammstraße entstehen die Räume für die Betriebstechnik bei Stadtbahnen und Straßenbahnen. (4)

In den nächsten Tagen kommt der Bau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels erneut sichtbar ein gutes Stück weiter: Gleich zwei Andienöffnungen, die noch immer oberirdisch vom Baugeschehen in den unterirdischen Haltestellen künden, sind oder werden verschlossen. Die Öffnung zum Abtransport von Erdreich und zur Anlieferung von Baumaterial in der Südwest-Ecke vom Europaplatz ist betoniert, so dass auf diesem Deckelbereich mit dem Bau der Luftkanäle für die Rauch-Wärme-Abführung begonnen werden kann. Gleiches wird auch mit der Andienöffnung im nordwestlichen Bereich des Marktplatzes geschehen. Zusätzlich ist die Rauch-Wärme-Abführung auf der seit einigen Wochen bereits geschlossenen Andienöffnung genau vor dem Rathaus nun hergestellt: Hier beginnen in Abhängigkeit von der Witterung die Arbeiten, um die provisorische Oberfläche vom Marktplatz mit der Asphaltdecke auszustatten. Diese bleibt bis zur endgültigen Oberflächengestaltung des Marktplatzes im nächsten Jahr.

Eine weitere Andienöffnung wird für die Schließung vorbereitet und macht damit den Weg frei für eine wichtige Etappe beim Straßenbau und der innerstädtischen Verkehrsführung: Das "Loch" am südöstlichen Ende der Karl-Friedrich-Straße kurz vor deren Einmündung in die Kriegsstraße wird zur Betonage vorbereitet. Ist die Oberfläche in diesem Bereich erst einmal geschlossen, kann auch noch das restliche Stück der Karl-Friedrich-Straße in den endgültigen straßenbaulichen Zustand versetzt werden und der Verkehr auch dort wieder rollen.

Unterirdisch macht die Betonage der vorderen Kanten der Bahnsteige - die "Schotterbegrenzungswände" - in der Haltestelle Lammstraße Fortschritte. Die Haltestelle Kronenplatz steht dagegen bereits vor der Herstellung der Bahnsteigoberflächen, nachdem die Feuerlöschleitungen und Kabelaufnahmen im Rahmen des vorgezogenen Innenausbaus in den Bahnsteig hinein verlegt worden sind. In dieser Haltestelle steht nur noch die Herstellung der Fahrgastzugänge Englerstraße/ Waldhornstraße Nord auf dem Bauplan. Etwa im April sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.

In den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Marktplatz beherrscht darüber hinaus der Bau von Treppenabgängen, Brücken beziehungsweise Zwischenebenen, Aufzugsschächten und Betriebsräumen das Geschehen.

Im nördlichen Teil der Haltestelle Ettlinger Tor wachsen Woche um Woche die über elf Meter hohen endgültigen Stationswände zwischen Sohle und Haltestellendeckel in die Höhe. Nach Norden daran anschließend erhält der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße die Notwege.

Straßenbau ist - abhängig von der Witterung - in den nächsten Tagen auch im nördlichen Bereich der Ettlinger Straße zwischen Baumeisterstraße und Kriegsstraße angesagt: Der Autoverkehr wird dazu über die demnächst hergestellte westliche Fahrbahn von Süden nach Norden zur Einmündung in die Kriegsstraße geleitet, so dass danach die Fahrbahnen auf der Ostseite gebaut werden können. Im südlichen Bereich auf Höhe der Augartenstraße fahren Autos und Radfahrer um die Baustelle für die neue oberirdischen Haltestelle Augartenstraße herum.

Der Innenausbau hat derzeit im Osten der Kombilösung seinen Schwerpunkt: Die Handwerker, die den Wänden der Treppenabgänge und der Zwischenebenen mit dem Aufrauen des im Rohbau hergestellten glatten Beton ihre endgültige Oberfläche verleihen, sind unentwegt in der Haltestelle Durlacher Tor unterwegs.

Beim Umbau der Kriegsstraße im Rahmen der Kombilösung ist der Abriss der zweiten Brücke auf Höhe der Lammstraße bis auf das nördliche und südliche Widerlager nun auch geschafft: Daher geht es jetzt im westlich davon gelegenen Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße weiter mit dem Herstellen der einzelnen Bereiche der Tunnelsohle. Im östlichen Bereich erfolgt noch der restliche Aushub von Erdreich bis auf die endgültige Tiefe.

Im sich östlich daran anschließenden Baufeld W 3 auf Höhe des Landratsamts zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor laufen auf der Südseite Arbeiten an einer provisorischen Fahrbahn für Autos. Es ist erforderlich, an einigen Tagen jeweils für einige Stunden außerhalb der Hauptverkehrszeiten die Anzahl der jetzt vorhandenen Fahrbahnen zu reduzieren.

Wegen der extrem kalten Witterung, die die Leitungsarbeiten gestoppt hat, bleibt im Baufeld O 4 auf der Südseite die Einfahrt von der Kriegsstraße in die Meidingerstraße statt bis 3. März jetzt bis voraussichtlich 12. März gesperrt. Mit der Öffnung der Zufahrt in die Meidingerstraße von der Kriegsstraße aus wird dann die Einmündung der südlichen Adlerstraße in die Kriegsstraße und die Spur für Rechtsabbieger in die Rüppurrer Straße bis voraussichtlich 31. März gesperrt, um den Leitungsbau in Richtung Osten fortsetzen zu können. Die südliche Adlerstraße ist während der Sperrung der Einmündung in die Kriegsstraße über die Baumeisterstraße erreichbar.

Der Abbruch des südlichen Teils der ehemaligen Fußgängerunterführung Höhe Kreuzstraße geht weiter. Damit die Proben der Musiker und des Chors im Staatstheater Karlsruhe nicht unter dem dabei entstehenden Lärm leiden, schirmt eine Schallschutzwand die Baustelle ab.

Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee setzen die Arbeiter den Erdaushub fort und verankern die seitlichen Spundwände in der zweiten, der tieferen Lage. Danach werden die Spundwände mit Spritzbeton geglättet.

Unten gut voran.