Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Unterirdisch beginnt das große Aufräumen nach dem Rohbau

Rohr-Bau: Unter dem Europaplatz werden die Feuerlöschwasserrohre in den Haltestellenkörper eingebaut. (1)
Passt: Der Rohbau wird zum Abschluss der Arbeiten wie hier in der Haltestelle Lammstraße präzise vermessen. (2)

In den unmittelbar vor der Rohbau-Fertigstellung stehenden Haltestellen und Abschnitten beim Tunnel für Stadtbahnen und Straßenbahnen unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz hinein in die Ettlinger Straße hat das große Aufräumen begonnen: Aus den bisher noch nicht von der Arge Stadtbahntunnel an die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) übergebenen Bereichen werden nun Zug um Zug alle Baugeräte und die Reste des verwendeten Baumaterials entfernt. Danach erfolgt dann die Abnahme - der Rohbau wird daraufhin überprüft, ob sämtliche in der Ausschreibung gemachten Vorgaben auch eingehalten wurden. Praktisch "besenrein" sind die Haltestellen Kongresszentrum und Durlacher Tor schon seit einigen Monaten - hier läuft bereits der Innenausbau - sowie die Tunnelabschnitte zwischen Haltestelle Kongresszentrum und Ettlinger Tor, der Tunnel östlich der Haltestelle Durlacher Tor, die Rampen in der Ettlinger Straße und in der Durlacher Allee . Aktuell ist "Kehraus" angesagt in den Tunnelabschnitten zwischen Mühlburger Tor und Kronenplatz sowie in den Haltestellen Lammstraße, Kronenplatz und im Gleisdreieck.

Dementsprechend fließt der Beton nur noch spärlich: In der Haltestelle Lammstraße stehen an den Bahnsteigkanten nur noch Restarbeiten an, bevor hier wie auch in der Nachbar-Haltestelle Marktplatz die Kabelaufnahmen und Feuerlöschwasserrohre in den Bahnsteigkörper hineinverlegt werden. Diese Arbeiten laufen aktuell in der Haltestelle Europaplatz. In der Haltestelle Kronenplatz ist das bereits Geschichte: Hier sind die Bahnsteigoberflächen nun auch betoniert worden.

Etwas mehr Beton wird zurzeit noch im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor verbaut: Hier stehen die Innenwände sowie die Schächte für den Rauch-Wärme-Abzug auf dem Plan der Bauarbeiter.

Parallel zum nahenden Ende der unterirdischen Rohbauarbeiten geht es an den von den Arbeiten bisher betroffenen Bereichen "oben" weiter:

Das Durlacher Tor ist bei der Herstellung der Oberflächen für den sogenannten Endzustand aktuell der Brennpunkt: An Straßen und Kreuzungen, Geh- und Radwegen wird gebaut - ebenso wie abschnittsweise an den Gleissträngen und der Weichenkreuzung für die Bahnen, die später oberirdisch über das Durlacher Tor verkehren.

So etwas wie Normalität kehrt allmählich auf dem Europaplatz ein: Die zur Herstellung der provisorischen Platz-Oberfläche vor einigen Tagen versetzten Imbissbuden stehen wieder am gewohnten Ort, der Asphalt rund um die Treppenabgänge ist eingebaut.

Am Berliner Platz mit der darunter liegenden unterirdischen Haltestelle Kronenplatz werden noch Leitungen und Kanäle verlegt: Diese Arbeiten sind noch bis in den Sommer hinein zu sehen.

Die südliche Karl-Friedrich-Straße, die Kreuzung Ettlinger Tor sowie die nördliche Ettlinger Straße sind ebenfalls in Arbeit: Fahrbahnen, Geh- und Radwege werden hergestellt, so dass die Kreuzung auch tatsächlich wieder ab Juni für den Verkehr nutzbar ist.

Noch deutlich mehr Beton fließt dagegen beim Umbau der Kriegsstraße: Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee am künftigen östlichen Ein- und Ausgang des Autotunnels entstehen die Sohlen der beiden Rampen. Der zweite Hochbaukran ist vor zwei Tagen aufgestellt worden. Im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße entstehen nicht nur die Tunnelsohlen, sondern auch die Wände und die Tunneldecke.

Östlich anschließend im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden sowohl auf der Nord- wie auch auf der Südseite die provisorischen Fahrbahnen angelegt, auf denen der Autoverkehr während des Tunnelbaus in der Mitte der Kriegsstraße rollen wird. In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Mendelssohnplatz und Ettlinger Tor - läuft auf der Südseite die Schlussphase der Kanal- und Leitungsbauarbeiten. Direkt vor dem Staatstheater werden Bohrpfähle hergestellt: Die senkrecht im Erdreich angelegten, sich überschneidenden Stahlbeton-Säulen bilden an dieser Stelle später die Baugrubenwand.

Die einstige unterirdische Musikbühne "Substage" ist nun endgültig Geschichte: Ihr Abriss ist abgeschlossen, die Baugrube wird mit Erdreich verfüllt.

Unten gut voran.