Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Große Hochbaukräne gehen Sonntag und Montag in Stellung

Kran I: Das Basiselement für den Hochbaukran, der am Sonntag direkt neben dem Mendelssohnplatz aufgebaut wird, steht bereits in der Baugrube.
Kran II: Auf Höhe der Lammstraße wird auf der Südseite Kriegsstraße am Montag ein zweiter Hochbaukran gestellt.

Beim Bau des Autotunnels in der Kriegsstraße mit der darüberliegenden neuen Gleistrasse beginnt an diesem Sonntag (24. Februar) einmal mehr die Phase der Hochbaukräne: Diese mehr als 40 Meter hohen filigranen Helfer aus Stahl heben mit ihrem 60 Meter  langen Ausleger beim eigentlichen Bau des Straßentunnels Lasten wie etwa die Bewehrung in die Baugrube und helfen beim Umsetzen der Schalungselemente. Im Baufeld O 2 unter, östlich und westlich vom Mendelssohnplatz ist es damit bald soweit. Deshalb wird am Sonntag der Kran aufgestellt – mit geringen Auswirkungen für den sonntäglich ohnehin reduzierten Autoverkehr: Autofahrer werden von etwa 7 Uhr an in der Früh bis in die späten Nachmittagsstunden von Osten kommend am Mendelssohnplatz zunächst nach rechts in die Fritz-Erler-Straße geleitet, wo sie auf Höhe der Markgrafenstraße einen „U-Turn“ machen können, um dann wenig später wieder nach rechts ihren Weg nach Westen auf der Kriegsstraße fortsetzen zu können.

 

Im Baufeld selbst wird im westlichen Bereich Spritzbeton auf die Spundwände aufgetragen: Damit wird die Oberfläche geglättet und auf ihre Rolle als innenliegende Schalung für die eigentliche Tunnelwand-Herstellung vorbereitet. Im Ost-Baufeld beginnt in der nächsten Woche nach erfolgreicher absolvierter Dichtigkeitsprüfung der Aushub unterhalb des Grundwasserspiegels bis zur zweiten Ankerlage – und auch hier wird danach Spritzbeton auf die Spundwände aufgetragen. In diesem Baufeld ist auch bereits die erste Bodenplatte entstanden – sie nimmt den Hochbaukran auf.

 

Auch im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße – zumindest in dessen westlichem Bereich - geben ab sofort Aushub, Ankern und Spritzbeton den Rhythmus vor: Die Baugrube ist dicht, so dass jetzt der Erdaushub bis zur zweiten Ankerlage unterhalb des Grundwasserspiegels erfolgen kann. Im östlichen Teil dieses Baufelds wird noch der Betontrog der alten Straßen-Unterführungsrampe westlich vom Ettlinger Tor abgetragen. Da auch im Westteil es Baufeldes W 3 der Stahlbetonbau beginnt, erfolgt am Montag (25. Februar) der Aufbau eines weiteren Hochbaukrans. Der Kran wird auf der Südseite der Baugrube stehen, aber von der Nordseite der Baugrube aus über die Baugrube hinweg aufgestellt. Deshalb ist eine einstreifige Verkehrsführung zwischen Karl-Friedrich-Straße und Lammstraße an diesem Tag erforderlich.

 

In Richtung Ettlinger Tor schließt sich direkt östlich das Baufeld W 4 an: Hier steht das Herstellen von Bohrpfählen für den seitlichen Baugrubenverbau an, das das kürzlich in dieses Baufeld umgesetzte Großbohrgerät vornimmt. Bevor das Großbohrgerät seine Arbeit beenden kann, wird in diesem Baufeld die Nacherkundung von Kampfmittelverdachtspunkten am Montag und – falls nötig – auch am Dienstag (25. und 26. Februar), fortgesetzt. Das macht wie schon in der zurückliegenden Woche eine einstreifige Verkehrsführung in diesem Bereich ebenso notwendig wie auf der östlichen Seite des Ettlinger Tors im Baufeld O 5 voraussichtlich am Mittwoch und Donnerstag (27. und 28. Februar).

 

Im sich Richtung Osten anschließenden Baufeld O 4, das vom Ettlinger Tor bis zur Meidingerstraße reicht, werden Dichtwände mit in Schlitzwände eingestellten Spundwänden hergestellt.

 

Noch weiter östlich, im Baufeld O 3 zwischen Meidingerstraße und Mendelssohnplatz, laufen die Vorbereitungen für die Herstellung der Leitwände, die später dem Schlitzwandgreifer auf seinem Weg in die Tiefe die senkrechte Führung nach unten geben werden.

 

 Im  westlichen Baufeld, am Karlstor im Baufeld W 1, stehen die Maßnahmen zum Bau der provisorischen, während der eigentlichen Bauzeit des Tunnels genutzten Fahrbahnen auf dem Programm der Arbeiter: Auf beiden Seiten der Kriegsstraße sind Straßenbauarbeiten im Gange. Noch weiter  im Westen, an der Querung der Hirschstraße, beginnen Bauarbeiten für die provisorische Verkehrsführung, die während der bevorstehenden Sperrung der Unterführung unter dem Karlstor zur Verfügung stehen soll.

 

Im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel wird der Gleisbau auf dem Ost-Ast zwischen Gleisdreieck und der Rampe in der Durlacher Allee sowie im östlichen Bereich des Gleisdreiecks fortgesetzt. Die übrigen Gewerke des Innenausbaus teilen sich in diesem Teil in den Haltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor sowie den entsprechenden Tunnelabschnitten den Platz mit den Gleisbauern – etwa dort, wo in den Haltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor noch Restarbeiten an der Wandverkleidung mit den Betonwerksteinen vorgenommen werden. In der Haltestelle Durlacher Tor ist das Raumgerüst, von dem aus die Verkleidung in Trockenbauweise an den oberen Wandflächen und unter der Haltestellendecke vorgenommen werden, schon bis fast auf komplette Größe aufgebaut. In den Haltestellen Lammstraße und Europaplatz wird die Unterkonstruktion auf den Rohbau-Beton montiert, an die dann die bis zu 70 Kilogramm schweren Betonwerksteine eingehängt werden. In diesen beiden Haltestellen werden auch bereits die Bahnsteigkanten mit den Werksteinen gestaltet, in der Lammstraße auch schon die Bahnsteigoberfläche.

 

Aufzüge und Fahrtreppen werden laufend montiert und elektrisch angeschlossen, etwa in den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Durlacher Tor. Auch Elektriker sind unterwegs: Sie verlegen einerseits die Leitungen für den Bahnstrom, andererseits auch Kabel für Kommunikationssysteme wie beispielsweise Brandmeldeanlagen.

Unten gut voran.