Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Tunnelbau läuft von zwei Seiten auf das Ettlinger Tor zu

Harte Arbeit ist der Weicheneinbau am Mendelssohnplatz.
Weichgel in den harten Untergrund wird zwischen Adlerstraße und Kreuzstraße einge-bracht.
Erdaushub vor Tunnelbau ist in der Kriegsstraße vor dem Staatstheater zu beobachten.
Tunnelbau in Sicht: Noch wenige Meter fehlen zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor – dann steht auch hier der Tunnel.

Beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse „oben“ und einem Autotunnel „unten“ laufen die Tunnelarbeiten nun deutlich sichtbar von zwei Seiten auf das Ettlinger Tor zu. Mit Ausnahme der Kreuzung direkt unter dem Karlstor und des Baufelds östlich dieser Kreuzung laufen die Tunnelarbeiten in voller Länge der Kriegsstraße.

 

Im Baufeld O 2 wurde der im Rohbau von Westen nach Osten hergestellte Tunnelabschnitt vom Mendelssohnplatz inzwischen bereits mit Erdreich überschüttet. Am Mendelssohnplatz sind bereits die Weichen für den Abzweig aus der Rüppurrer Straße und der Fritz-Erler-Straße in Richtung Ludwig-Erhard-Allee eingebaut. Dort, auf der Nordseite vor der Volksbank und der Friedrich-List-Schule, wird mit der Herstellung der endgültigen Fahrbahnen für Auto- und Radverkehr, Gehwege, Grünflächen und Baumquartiere begonnen. Dafür wird zunächst der Verkehr in der Ludwig-Erhard-Allee stadteinwärts – also von Ost nach West - ab 11. November über die Straßenmitte zwischen den Rampenbauwerken geführt. Im kommenden Jahr ist dann die andere Fahrtrichtung dran. Später werden hier die Gleise liegen, die von der Südostbahn in der Ludwig-Erhard-Allee auf den Mendelssohnplatz und die Kriegsstraße zulaufen.

 

Im Bereich Mendelssohnplatz wird der Straßenverkehr in der Rüppurrer Straße von Süden nach Norden ab der Philipp-Reis-Straße vom 19. November an rollen können - komplexe Arbeiten an die Kreuzung in alle Richtungen querenden Leitungen hatten hier für mehr Aufwand als geplant gesorgt.

 

Westlich des Mendelssohnplatzes werden die Tunnelabschnitte in den Baufeldern O 3, O4 und O 5 in Richtung Ettlinger Tor hergestellt. Im Baufeld O 3 zwischen Kreuzstraße und Mendelssohnplatz wird die Weichgelsohle, die die Baugrube nach unten gegen eindringendes Grundwasser abdichten soll, hergestellt. Im Baufeld O 4 zwischen Kreuzstraße und Ettlinger Tor ist bereits Tunnelbau angesagt:  Im östlichen Bereich werden Sohlenabschnitte und bereits erste Wandabschnitte hergestellt. Im westlichen Teil des Baufelds sind die Arbeiter noch mit Erdaushub und dem Abbruch der Reste der ehemaligen Unterführung beschäftigt. Hierbei kommt auch eine große Asphalt- und Betonfräse zum Einsatz.

 

Auf der „anderen“ Seite des Ettlinger Tors, im Baufeld W 4, beginnt der Tunnelbau: Die letzten Anker werden noch gebohrt und gespannt, der Spritzbeton zum Glätten des Baugrubenverbaus wird aufgebracht und die Gründungssohlen für die Betonsohlen des Tunnels werden vorbereitet.

 

Im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße ist der Ingenieurbau – also das Herstellen der Tunnelsohle, der Tunnelwände und der Tunneldecke – von Westen nach Osten gut zu beobachten – und das noch bis in die ersten drei Monate des nächsten Jahres. Am Sonntag, 10. November, wird die Kriegsstraße zwischen Ritterstraße und Ettlinger Straße von 7 Uhr bis 18 Uhr in Fahrtrichtung von Westen nach Osten voll gesperrt: In dieser Zeit wird der Hochbaukran im Westteil des Baufeldes W 3 abgebaut und 100 Meter weiter im östlichen Teil des Baufeldes W 3 wieder aufgebaut.

 

Am Karlstor im Baufeld W 1 werden im westlichen Baufeldbereich nach wie vor Anker in der obersten Lage für den Baugrubenverbau seitlich ins Erdreich eingebracht. Im östlichen Teil läuft der Erdaushub bis hinunter zur zweiten Ankerlage und, wo das geschehen ist gleich anschließend das Verankern. Ende November beginnen die Arbeiter auch hier mit dem Auftragen von Spritzbeton zum Glätten der Verbauwände, die als rückwärtige Schalung bei der Herstellung der Tunnelwände dienen werden.

 

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße sind verschiedene Gewerke gefragt: Transformatoren und Gleichrichterstationen werden von Elektrikern in der Haltestelle Europaplatz montiert. Im Vorfeld der Elektriker sind Handwerker mit den Befestigungen der Fahrleitungen im Gleisdreieck und in den Haltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor beschäftigt – hier werden die Bohrungen auf die Wände gezeichnet.

 

Von „oben“ ist dagegen die Montage der Rauch-Wärme-Abzüge zu sehen: Im Bereich der Haltestelle Lammstraße werden die Lüftungseinrichtungen und die sich im Notfall öffnenden Rauchklappen montiert. An der Haltestelle Lammstraße werden diese Arbeiten Ende November beendet sein.

 

Die Treppenstufen und die Böden in den Zwischenebenen der Haltestellen erhalten eine Oberfläche aus Terrazzo – eine Betonmasse mit eingestreuten kleinen Steinen, die im Fall der Treppenstufen fertig angeliefert, im Fall der Böden zunächst gegossen werden. Das ausgehärtete Material wird im Bodenbereich dann abgeschliffen.

Unten gut voran.