Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Bau der Kriegsstraße „oben“ kommt gut voran

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und dem darunterliegenden Autotunnel macht „oben“ täglich deutliche Fortschritte: Die Gleise in der Mitte der ehemals „autogerecht“ angelegten innerstädtischen Durchgangsstraße haben inzwischen kaum noch Lücken. Und die Autofahrer sind nun auch schon weitestgehend dort unterwegs, wo sie auch nach Inbetriebnahme der Kombilösung am 12. Dezember fahren werden: Auf den endgültigen Fahrspuren an den äußeren Rändern der Kriegsstraße.

 

Gebaut werden derzeit noch zwei der später insgesamt drei oberirdischen Haltestellen: Östlich vom Karlstor entsteht die westlichste, westlich vom Ettlinger Tor die mittlere. Die Haltestelle am Mendelssohnplatz ist bereits fertiggestellt. Alle drei neuen Haltestellen ergänzen für den Umstieg der Fahrgäste der Stadt- und Straßenbahnen die bereits vorhandenen oberirdischen Haltestellen am Karlstor beziehungsweise am Mendelssohnplatz – im Fall der Haltestelle Ettlinger Tor „oben“ können Fahrgäste von „oben“ nach „unten“ oder umgekehrt umsteigen.

 

Am westlichen Ende erhält die Rampe für die Ein- und Ausfahrt des Tunnels ihr neues Aussehen für die nächsten Jahrzehnte: Vor mehr als 50 Jahren im Zuge der damaligen Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße errichtet, waren erhebliche Betonsanierungsarbeiten notwendig, um sie für den neuen Autotunnel nutzen zu können.

 

Im Autotunnel und hier nicht zuletzt in der unterirdischen Betriebszentrale etwa auf Höhe des Landratsamtes– wird beim Innenausbau die Technik für Licht, Belüftung und natürlich auch für Notfälle installiert. . Bei Notfällen laufen Programme ab, die nicht nur die Lüfter in Bewegung setzen, sondern beispielsweise auch dafür sorgen, dass Fluchtwege (von der betroffenen in die „freie“ Röhre) gefahrlos bewältigt werden können, indem der Verkehr auch in der Gegenröhre gesperrt wird.

 

Im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel werden die dort installierten Systeme für den sicheren Betrieb der Bahnen schon seit einiger Zeit getestet – und auch gegebenenfalls optimiert. Täglich verkehren die Fahrer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) und der Deutschen Bahn (DB) zu Fahrschulzwecken in den unterirdischen Tunnelabschnitten und den Haltestellen wie später im „Regelbetrieb“. Dabei lernen die Fahrer nicht nur die Besonderheiten der Signalisierung und weiterer Einrichtungen des Bahntunnels kennen, sondern fordern den Betriebssystemen den späteren ÖPNV-Alltag ab – allerdings nur bei einzelnen Fahrten und nicht dem späteren Volllastfahrbetrieb.