Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Das Ettlinger Tor steht vor der „Wiedereröffnung“

Die Gleise liegen, der Asphalt ist eingebracht und verdichtet, die Ampel- und Lichtmasten stehen, die Lichtsignalanlage funktioniert und die Verkehrsinseln weisen allen Verkehrsteilnehmern den richtigen Weg auf der riesigen Kreuzungsfläche: Am Montag (20. September) wird das Ettlinger Tor nach einer sieben Wochen dauernden Sperrung nahezu vollständig an den Start gehen. Lediglich der Fußgängerüberweg auf der Westseite ist noch im Bau – zusammen mit der ebenfalls in westlicher Richtung entstehenden oberirdischen Haltestelle.

 

Mit der Freigabe der Kreuzung wird im Rahmen des Umbaus der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und dem darunterliegenden Autotunnel das zweitletzte große Hindernis aus dem Weg geräumt sein. Denn der Bau des Autotunnels und später dann der Gleistrasse erforderte nacheinander die Sperrung der Verkehrsknoten Mendelssohnplatz, Ettlinger Tor und Karlstor – teilweise mehrfach hintereinander und teilweise auch komplett für alle Verkehrsteilnehmer zumindest in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt. Nach der Verkehrsfreigabe für das Ettlinger Tor bleibt nur noch bis Monatsende das Karlstor ein Hindernis – und das aber auch nur noch in reduzierter Form: Die Bahnen fahren bereits seit knapp einer Woche wieder entlang der Karlstraße, und Autofahrer können von der Karlstraße aus in die Kriegsstraße abbiegen und teilweise diese auch schon queren.

 

Gleichzeitig mit der Fertigstellung der Verkehrsknoten Ettlinger Tor und Karlstor läuft auch der Bau der beiden oberirdischen Haltestellen Ettlinger Tor und Karlstor in der Kriegsstraße auf Höhe des Bundesgerichtshofes.

 

 

An der Rampe für die Tunnelzu- und -abfahrt westlich vom Karlstor laufen die Arbeiten zur Sanierung weiter. Danach folgt auch noch der Einbau der Fahrbahndecke zwischen dem bereits im Tunnel eingebauten Asphalt und dem Oberflächen-Ende der Rampe.

 

Der Innenausbau regiert Im Autotunnel: Von der Beleuchtung oder Lüftung bis hin zur Steuertechnik für Notfallszenarien wird im Tunnel und in der unterirdischen Betriebszentrale alles Notwendige eingebaut und installiert.

 

Im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel ist die Fahrschule unterwegs, die die 1.200 Fahrer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) und der Deutschen Bahn (DB) das Fahren im Tunnel mit allen Besonderheiten des Bahnfahrens im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel vertraut macht.

 

Auf den Bahnsteigen und den Zwischenebenen sind hier und da noch vereinzelt Handwerker unterwegs, die Lücken in einigen Gewerken schließen oder dort Nachbesserungen vornehmen, wo Begehungen von Sachverständigen oder Prüfingenieuren einen Bedarf dazu erkannt haben.