Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Am Karlstor entsteht der erste Teil des Baugrubenverbaus

Mit Bohrpfählen wird die Baugrube am Karlstor gesichert.
Die Rampenwände der früheren Unterführung östlich vom Karlstor werden abgerissen.
Auf Höhe der Lammstraße fahren Autos ab Montag auf dem bereits hergestellten Autotunnel.

Der Tunnelbau ganz im Westen der Kriegsstraße nimmt an Fahrt auf: Beim Umbau der innerstädtischen Verkehrsachse mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunter liegenden Autotunnel wird im Baufeld W 1 bereits der erste Teil des Baugrubenverbaus hergestellt. Auf der Nordwestseite des Karlstors entstehen die Bohrpfähle, die bis zu 20 Meter tief im Erdreich stehen. Bündig aneinander gereiht bilden sie den Baugrubenverbau, der die hier entstehende Baugrube vor seitlich eindringendem Grundwasser und vor Erddruck schützt.

 

Die Arbeiten sind eng in den Terminplan für das Karlstor eingepasst: Ab 1. April wird der Autoverkehr von Norden nach Süden – also Karlstraße stadtauswärts – gesperrt; damit ist das Karlstor für Autos nur noch entlang der Kriegsstraße von Osten nach Westen beziehungsweise von Westen nach Osten befahrbar. Die derzeit noch eingerichtete Verkehrsführung mit dem „Gegenverkehr“ auf der Südseite der Kriegsstraße entfällt zu diesem Zeitpunkt. Vorbereitende Arbeiten laufen auch für die Fußgängerbrücke, die westlich des Karlstors über der Rampe eingehängt wird: Hier wird die Wand des Rampentrogs passend gesägt und ein Auflager gebaut, auf das die Brücke gelegt werden wird. Der nächste für das Verkehrsgeschehen am Karlstor entscheidende Schritt ist dann die Sperrung des Bahnverkehrs ab 20. April: Von diesem Tag an fahren bis September keine Stadtbahnen oder Straßenbahnen zwischen den Haltestellen Europaplatz (Karlstraße) und Mathystraße (Karlstraße).

 

Ebenfalls noch im Baufeld W 1, aber auf der Ostseite zwischen Ritterstraße und Karlstor, ist das Herstellen des Tunnels schon im Gange: Teilweise läuft noch Erdaushub oder das Verankern des Baugrubenverbaus in der untersten Lage, teilweise sind die Arbeiter aber auch bereits beim Ingenieurbau und stellen Tunnelaußenwände und die Mittelwand her.

 

Weiter nach Osten in Richtung Ettlinger Tor ist Tunnelbau  in den Baufeldern W 3 und W 4 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor angesagt. Zusätzlich zum eigentlichen Autotunnel entstehen hier weitere Bauwerke wie die Betriebszentrale, von der aus sämtliche Funktionen des Tunnels gesteuert werden können, oder auch die unterirdische Zufahrt in das Parkhaus des Einkaufszentrum und die Rampen auf der Nordseite von unten nach oben und auf der Südseite von oben nach unten.

 

Im östlich an das Ettlinger Tor anschließenden Baufeld O 5 ist die Dichtigkeitsprüfung abgeschlossen. Das positive Ergebnis stellt sicher, dass die in bis zu 20 Metern Tiefe eingebrachte Weichgelsohle die Baugrube von unten vor eindringendem Grundwasser schützt. Hier beginnen die Arbeiter nun mit dem Erdaushub bis hinunter zur zweiten Ankerlage.

 

In den Baufeldern O 4 und O 3 zwischen Staatstheater und Mendelssohnplatz ist wiederum Ingenieurbau beherrschendes Tagesgeschäft: In einem Teilbereich läuft allerdings auch noch Erdaushub und das Verankern des Baugrubenverbaus. An diesem Sonntag (22. März) wird ein Kran auf der Südseite der Kriegsstraße auf Höhe der Meidinger Straße umgestellt, das heißt: er wird abgebaut und etwa 50 Meter weiter östlich wieder aufgestellt. Der Verkehr wird während der Zeit des Umstellens örtlich umgeleitet

 

In den im Rohbau schon hergestellten Tunnel- und Rampenabschnitten der Baufelder O 1 und O 2 östlich vom Mendelssohnplatz wird „unten“ an der Tunnelausstattung gearbeitet. „Oben“ wird auf der Kriegsstraße zwischen Mendelssohnplatz und der Einmündung der Kapellenstraße an den endgültigen Fahrbahnen, Rad- und Gehwegen gebaut.

 

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Gottesauer Platz und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße ist nach wie vor eine Vielzahl von Elektrikern, Installateuren, Maurern und Trockenbauern oder Gleisbauern am Werk. Inzwischen werden in der Haltestelle Durlacher Tor die die Haltestelle querenden Seilabspannungen für das Lichtgespinst installiert und danach darunter die Abspannungen für die Oberleitung.