Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Für die Hilfsbrücken am Karlstor sind die Weichen schon gestellt

Alles klar: Die Kopfbalken sind hergestellt, die Hilfsbrücken am Karlstor können übernächstes Wochenende kommen.
Es geht rund an der Kreuzung Kriegsstraße/Ritterstraße: Ab Montag (31. August) ist die Einfahrt in die oder die Ausfahrt aus der südlichen Ritterstraße (links) in die Kriegsstraße für zwei Wochen nicht möglich.
Abwärts geht es mit dem Weichgel zur Abdichtung der Baugrube, in der die unterirdische Zufahrt zum Parkhaus des Einkaufszentrums am Ettlinger Tor entsteht.
Da ist Dampf dahinter: Überschüssige Betonsuspension der Weichgelinjektion entwickelt beim Abbinden Wärme und Feuchtigkeit, die beim Aufbrechen mit dem Meißel auf der Kriegsstraße entweicht.

Die Zeit der offenen Baugrube am Karlstor ist zumindest für die Stadtbahnen und Straßenbahnen ab 13. September – also rechtzeitig vor dem Beginn des neuen Schuljahres – vorbei. Denn der Einbau der beiden Bahnhilfsbrücken – je eine pro Schienenstrang – steht unmittelbar bevor. Heute wurde auch der letzte der Kopfbalken hergestellt – sie nehmen die Last der Stahlkonstruktion der Brücke und der darüberfahrenden Bahnen auf.

 

Parallel zu diesen Arbeiten „oben“ wird „unten“ in der Baugrube noch an der Herstellung der Weichgelsohle gearbeitet. Anschließend wird mit der Dichtheitsprüfung der Nachweis erbracht, dass in die Baugrube durch den seitlichen Baugrubenverbau und die Weichgelsohle kein Grundwasser eindringt.

 

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und dem darunter liegenden Autotunnel geht auch auf der Nordseite des Karlstors weiter: Dort wird eines von drei Hebewerken gebaut, das später in den Tunnel über die Rampen oder einfahrende Fahrzeuge eingebrachtes Regenwasser aus den unterirdischen Sammlern nach oben in die Kanalisation pumpen wird.

 

Rohbau beherrscht die Baufelden O 3, O 4 und O 5 zwischen Mendelssohnplatz und Ettlinger Tor sowie die Baufelder W 3 und W 1 zwischen Ettlinger Tor und Karlstor. Direkt vor der der Kriegsstraße zugewandten Fassade des Einkaufszentrums am Ettlinger Tor entsteht die unterirdische Zufahrt zum Parkhaus des Zentrums auf der Südseite der Kriegsstraße. Gegenüber auf der Südseite der Kriegsstraße wird das Treppenhaus für die unterirdische Betriebszentrale errichtet.

 

Der Autoverkehr rollt in diesem Teil der Kriegsstraße wegen dieser Arbeiten und wegen des Baus eines neuen Abwasserkanals und dem Bau der endgültigen oberirdischen Fahrbahnen vor dem Nymphengarten in der Mitte der Kriegsstraße auf der schon hergestellten Tunneldecke, die mit Erdreich überschüttet wurde. Der Bau des neuen Abwasserkanals erfordert für den Anschluss des neuen Kanals an die bestehenden Kanäle im Einmündungsbereich der südlichen Ritterstraße in die Kriegsstraße einen Umbau der provisorischen Kreuzung der Ritterstraße mit der Kriegsstraße am Montag (31. August). Für den Anschluss des neuen Kanals wird die südliche Ritterstraße für voraussichtlich zwei Wochen von der Kriegsstraße getrennt. Dadurch wird sie zwischen der Gartenstraße und der Kriegsstraße für den Autoverkehr zur Sackgasse und kann auch nicht von der Kriegsstraße aus angefahren werden. Der Rad- und Fußverkehr wird in beiden Richtungen um die Baustelle herumgeleitet.

 

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis auf Höhe der Augartenstraße geht auch mit den – gelegentlichen – Testfahrten der Bahnen auf den unterirdischen Strecken normal weiter: Die Handwerker sind unterwegs, um elektrische Installationen auf den Zwischenebenen und in den Betriebsräumen vorzunehmen, Trockenbauer sorgen dafür, dass die noch bestehenden Lücken bei den Haltestellenverkleidungen ebenso geschlossen werden wie die Decken in den Treppenabgängen und den Zwischenebenen ihre Abhängung erhalten.

 

Damit die Interessen der Handwerker und die Testfahrten nicht miteinander kollidieren, sind die Bahnsteige während der Testfahrten durch einen Bauzaun gegen das Gleisbett gesichert. In dem Bauzaun sind Türen – die werden aber nur geöffnet, wenn der Testbetrieb Pause hat und die Oberleitung keinen Strom führt.