Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Östlich vom Ettlinger Tor dominiert der Ingenieurbau

Fließt: Nah an den Hausfassaden und unterhalb des Autoverkehrs läuft der Ingenieurbau auf Höhe der Meidinger Straße.
Steht: Während die Bewehrung östlich vom Ettlinger schon gestellt ist (links), arbeiten Bagger den restlichen Erdaushub ab.
Wächst zu: Der Tunnelbau bewegt sich von Westen kommend auf das Ettlinger Tor zu.
Hängt: Lichtgespinst und Fahrdraht sind in der Haltestelle Europaplatz montiert.

Der Tunnelbau in der Kriegsstraße macht Fortschritte: Östlich vom Ettlinger Tor endet in wenigen Tagen die Phase des Erdaushubs. Dann beherrscht zwischen Mendelssohnplatz und der Kreuzung Ettlinger Tor der Stahlbeton- bzw. Ingenieurbau die Pläne der Bauarbeiter. Auch in den letzten Bereichen der Baufelder O 4 und O 5 – sie befinden sich zwischen dem Ettlinger Tor und der Meidinger Straße – wird dann die sogenannte Sauberkeitsschicht auf dem Erdplanum aufgebracht und darauf wiederum die Bewehrung der Tunnelsohle gelegt. Zwischen die Bewehrung eingelegt und mit einbetoniert werden die Rohrleitungen für die Löschwasserversorgung und die Tunnelentwässerung.  Nachdem die Tunnelsohle abschnittsweise betoniert ist, werden die Schalungen für die Außen- und Zwischenwände gestellt, wie das bisher schon im Baufeld O 3 direkt westlich vom Mendelssohnplatz gemacht wurde und noch wird.

 

Um mit dem Stahlbeton- bzw. Ingenieurbau im Baufeld O 5 direkt östlich des Ettlinger Tors beginnen zu können, wird am Sonntag, 14. Juni, neben dem Infopavillon „K.“ der Kombilösung ein weiterer Hochbaukran aufgestellt. Deshalb wird die Kriegsstraße zwischen Ettlinger Tor und Mendelssohnplatz beziehungsweise Adlerstraße in Fahrtrichtung Osten gesperrt, eine Umleitung über die parallel verlaufende Baumeisterstraße ist ausgeschildert.

 

Auf der anderen, der westlichen Hälfte beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunterliegenden Autotunnel sind die Arbeiten – fast - genauso weit: Im Baufeld W 1 östlich vom Karlstor enden die Spritzbetonarbeiten, das Herstellen des Planums und der Erdaushub Mitte Juli, so dass auch hier bald die Stahlbetonbauer weiter vorrücken können. Allerdings gehört zum Baufeld W 1 eben auch der Bereich des Karlstors: Hier laufen noch die Arbeiten am Verbau für die spätere Baugrube des Straßentunnels.

 

Ab Montag, 15. Juni, wird der auf der Kriegsstraße am Karlstor nach Osten fahrende Autoverkehr verschwenkt, um auf der Südwestecke des Karlstors Platz für eine Kanalverlegung zu schaffen. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis 3. Juli. Die Karlstraße zwischen Kriegsstraße und Mathystraße ist in dieser Zeit in Fahrtrichtung Süden für den Kfz-Verkehr gesperrt, die  Gebäude auf der Westseite der Karlstraße zwischen Gartenstraße und Mathystraße können jedoch über eine Wendemöglichkeit über die Gleise in der Karlstraße südlich der Gartenstraße hinweg erreicht werden. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

 

In allen anderen Baufeldern wird am Autotunnel gearbeitet. Wo dieser wie in den Baufeldern O 1 und O 2 östlich vom Mendelssohnplatz sowie W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße bereits im Rohbau hergestellt ist, laufen bereits die Arbeiten am Innenausbau.

 

Östlich vom Mendelssohnplatz oben auf den Baufeldern O 1 und O 2 steht Ende der Woche die Verkehrsfreigabe der bisher gesperrten Rüppurrer Straße nach Norden in Richtung Mendelssohnplatz sowie die  Freigabe der Kapellenstraße in Fahrtrichtung Durlacher Tor an. Kraftfahrzeuge können wieder von der Ludwig-Erhard-Allee nach rechts in die Kapellenstraße abbiegen. Bis Anfang August kann jedoch noch nicht aus der Ludwig-Erhard-Allee vom Mendelssohnplatz kommend links in die Kapellenstraße Richtung Durlacher Tor abgebogen werden. Ebenfalls noch bis Anfang August nicht möglich ist das Linkseinbiegen vom Durlacher Tor kommend aus der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee. Ab Anfang August stehen den Verkehrsteilnehmern auf der Nordseite der Ludwig-Erhard-Allee und vor dem Einkaufszentrum auf der Südseite die endgültigen Fahrbahnen, Rad- und Gehwege sowie die Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee zur Verfügung.

 

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße hat inzwischen auch die Oberleitung erreicht – der Fahrdraht muss hängen, wenn die Verkehrsbetriebe Karlsruhe nach Plan im Sommer ihre ersten Probefahrten mit Stadtbahnen und Straßenbahnen aufnehmen wollen. Zuvor allerdings müssen die Elektriker noch ganz andere Drahtseile in den Haltestellen anbringen und unter Strom setzen: Das „Lichtgespinst“ – Teil der Haltestellengestaltung – sieht von Haltestellenwand zu Haltestellenwand dicht gespannte Drähte vor, in die im Bereich jeweils über den Bahnsteigen Leuchtkörper eingehängt werden.

 

Bedingung für Lichtgespinst und Oberleitung ist, dass die Verkleidungsarbeiten in den Haltestellen und auch das Verlegen elektrischer Kabel hinter der Verkleidung zumindest über den Bahnsteigen und über den Gleisen abgeschlossen sind.

 

Genauso wichtig für den späteren Betrieb – ab Juni 2021 sollen die Stadtbahnen und Straßenbahnen in Karlsruhe unterirdisch rollen – sind die Arbeiten „hinter den Kulissen“ oder besser: in den Betriebsräumen: Elektriker, Handwerker für die Lüftungsinstallation und Trockenbauer sind hier unentwegt tätig. Abgeschlossen sind die Arbeiten schon in jenen Räumen, in denen „von oben“, also aus dem elektrischen Versorgungsnetz der Stadtwerke Karlsruhe, die 20-Kilovolt-Leitungen zu den Übergabepunkten kommen. Diese stehen bereits unter Strom und sind bereit, die benötigte Energie Zug um Zug in das unterirdische Netz einzuspeisen.